Mindestens vier Verletzte
Neue Außeinandersetzungen in Venezuela

In Venezuela sind am Dienstag bei Zusammenstößen zwischen der Polizei und Anhängern des umstrittenen Präsidenten Hugo Chávez mindestens vier Menschen verletzt worden.

HB/dpa CARACAS. Wie die Medien unter Berufung auf die Polizei berichteten, hatten Dutzende so genannter Chavistas das Rathaus des oppositionellen Bürgermeisters von Caracas, Alfredo Peña, mit Schüssen, Tränengas und Steinen attackiert. Rathaussekretär Ramón Muchacho sagte, es habe sich um "Banden von Unruhestiftern gehandelt, die von der Zentralregierung unterstützt" würden.

Ungeachtet der Unruhen im Hauptstadtzentrum normalisierte sich in Caracas und anderen Großstädten das öffentliche Leben nach dem Ende eines zweimonatigen Streiks der Opposition weiter. Wie die Medien berichteten, nahmen viele Universitäten den Betrieb erstmals seit dem 2. Dezember wieder auf. Der Ausstand soll nur in der Ölindustrie beibehalten werden, die zeitweise lahm gelegt worden war, aber derzeit nach Regierungsangaben wieder 60 Prozent der Normalproduktion erreicht hat.

Präsident Chávez hatte der Opposition die Einberufung eines Referendums über Neuwahlen im August angeboten. Die Forderung der Gegenseite nach einer Verfassungsänderung zur Kürzung des bis 2006 laufenden Präsidentenmandats um zwei Jahre wies er aber zurück. Die Haltung der Regierung habe zu einem Stillstand der Verhandlungen geführt, sagten Oppositionelle.

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