Mindestens zwei Jahre
Trittbrettfahrer müssen mit Gefängnis rechnen

Trittbrettfahrer, die mit Terroranschlägen wie dem Aussetzen von Krankheitserregern drohen, müssen mit empfindlichen Strafen rechnen. Ihnen drohten mindestens zwei Jahre Gefängnis, sagte der Strafrechtler Arthur Kreuzer.

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ddp. GIESSEN. Wer die derzeitige "allgemeine Angstlage" nach den Terroranschlägen in den USA ausnutze, um Menschen mit Drohbriefen Angst zu machen, könne nicht eine Strafe zur Bewährung erwarten, sagte Kreuzer am Donnerstag in Gießen. Außerdem müssten sie den Schaden bezahlen.

In Berlin und im hessischen Schwalbach waren am Mittwoch verdächtige Briefumschläge gefunden worden. Nach einer ersten Untersuchung enthielten sie jedoch keine Krankheitserreger. Am Donnerstag tauchten in Wiesbaden Drohbriefe auf. Nach der Freisetzung von Milzbrand-Erregern in den USA ist auch in Deutschland die Sorge vor einem biologischen Terrorangriff gestiegen.

Trittbrettfahrer sind Kreuzer zufolge ein durchaus bekanntes Phänomen. Nach einem Mord meldeten sich häufig Menschen als Täter, die gar nichts mit der Tat zu tun hätten, sagte Kreuzer weiter. Diese suchten Öffentlichkeit. Andere drohten mit Anschlägen, um das Gefühl von Macht zu erleben. Zudem sei bei Trittbrettfahrern oft eine "abnorme psychische Struktur" zu beobachten.

Da es sich bei Trittbrettfahrer zumeist um "Spontantäter" handele, die ihre Taten nicht von langer Hand planten, würden sie häufig gefasst. "Trittbrettfahrer machen meistens Fehler", sagte Kreuzer.

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