Mindestens zwei Tote
Regierungschef in Sri Lanka überlebt Selbstmordanschlag

Ein Selbstmordattentäter hat in der srilankischen Hauptstadt Colombo einen Anschlag auf den Premierminister verübt und dabei mindestens zwei Menschen mit in den Tod gerissen.

afp COLOMBO. Regierungschef Ratnasiri Wickremanayake überlebte die Bombenexplosion am Montag unverletzt, wie die Polizei mitteilte. Der Attentäter habe die an seinem Körper versteckte Bombe gezündet, als Polizisten ihn am Rande einer öffentlichen Veranstaltung mit dem Premierminister durchsuchen wollten. Bei den Toten handele es sich um einen Polizisten und einen Zivilisten.

Die Wagenkolonne Wickremanayakes habe kurz vor der Detonation den Tatort passiert. Sri Lanka befindet sich derzeit im Wahlkampf, am 5. Dezember soll ein neues Parlament gewählt werden. Die Behörden befürchteten seit längerem neue Anschläger der Untergrundorganisation Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE).

Selbstmordattentate gelten als das Markenzeichen der LTTE. Im Vorfeld der Präsidentschaftswahl im vergangenen Jahr verübte die LTTE nach Angaben der Polizei mehrere Anschläge mit mindestens 65 Toten. In dem 30-jährigen Konflikt zwischen Regierungstruppen und LTTE-Kämpfern kamen bislang mehr als 30 000 Menschen ums Leben. Die Rebellen kämpfen für einen unabhängigen Tamilenstaat im Nordosten Sri Lankas.

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