Minimalziel Achtelfinale
Südafrika: Lehrzeit beendet - Neuer Kurs mit neuem Coach

Nach vielen Jahren internationaler Isolation wegen der früheren Apartheid-Politik ist Südafrika wieder respektiertes Mitglied in der Welt-Fußballgemeinde und sie gehören zu den besten Fußball-Nationen des Schwarzen Kontinents.

dpa HAMBURG. Bei ihrer ersten WM-Teilnahme 1998 in Frankreich wurde die Mannschaft vom Kap der Guten Hoffnung noch als Lehrling geführt, in Japan und Südkorea will sie ihr Gesellenstück abliefern.

Als Minimalziel für die Endrunde in Asien gibt der Afrika-Cup- Sieger von 1996 den Einzug ins Achtelfinale aus. Vor vier Jahren in Frankreich kam das Aus schon in der Vorrunde; immerhin wurden Belgien (1:1) und Saudi-Arabien (2:2) Punkte abgeknöpft. Diesmal muss sich die Mannschaft mit Gruppen-Favorit Spanien, Paraguay und Slowenien auseinander setzen.

Störend erwies sich der Verbandszwist vor wenigen Wochen. Der portugiesische Trainer Carlos Queiroz, der die Mannschaft zum Endrunden-Turnier geführt hatte, warf nach Kompetenzgerangel mit dem zum Technischen Direktor berufenen Jomo Sono den Bettel hin. Sono, der einst mit Franz Beckenbauer und Pele bei Cosmos New York kickte, übernahm daraufhin zum zweiten Mal nach 1998 die Auswahl und stoppte die von Queiroz eingeleitete Verjüngung des Teams, das seine Form noch sucht.

"Bafana, Bafana", wie die Fans ihr Team rufen, ist ein Schmelztiegel für unterschiedlichste Fußball-Auffassungen. Die meisten Kicker verdingen sich in zahlreichen europäischen Ligen. Zu den Hoffnungsträgern bei den Südafrikanern zählen unter anderen Mittelfeldspieler Bradley Carnell vom VfB Stuttgart und Stürmer Delron Buckley vom VfL Bochum.

Deutsche Bilanz gegen Südafrika: 2 Spiele - 1 Sieg, 1 Unentschieden, 3:0 Tore.

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