Minister ist unzufrieden mit der Liberalisierung auf dem Strommarkt
Müller will Liberalisierung am Gasmarkt durchsetzen

Bundeswirtschaftsminister Werner Müller (parteilos) hat die Gaswirtschaft aufgefordert, sich endlich auf verbindliche Regeln für die Öffnung ihrer Netze zu einigen.

dpa-AFX MÜNCHEN. In einem Interview des Wirtschaftsmagazins "EURO am Sonntag" sagte Müller, Ende Januar werde er den Gaslieferanten mitteilen, bis wann sie eine Verbändevereinigung für den freien Zugang zu ihren Netzen vorlegen sollen. Schafften es die beteiligten Gasunternehmen dann immer noch nicht, sich auf Regeln für den freien Wettbewerb zu einigen, werde der Staat den Markt regulieren.

Spätestens bis zum Sommer kommenden Jahres müsse der Wettbewerbsrahmen im Gasmarkt stehen. Die Unternehmen "streiten darüber schon ein Jahr ohne Ergebnis. Anscheinend ziehen sie eine gesetzliche Regelung und einen staatlichen Regulierer vor", sagte Müller zu "EURO am Sonntag".

Unzufrieden ist Müller auch mit dem Stand der Liberalisierung auf dem Strommarkt. Zu viele Anbieter halten sich nach seiner Ansicht nicht an vereinbarte Regeln, ihre Netze für fremde Stromerzeuger zu öffnen. Die Verbraucher könnten nicht mit deutlichen Preissenkungen bei Strom und Gas rechnen. Die Zahl der Gasanbieter für einen echten Wettbewerb sei zu gering. Bei den Strompreisen habe dagegen die Konkurrenz "schon das Maximale" gebracht, sagte Müller dem Wirtschaftsmagazin.

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