Ministerium: Namen erst nächste Woche
Rürup für neue Rentenreform

Der künftige Chef der Reformkommission für Rente und Gesundheit, Bert Rürup, hält eine neue Rentenreform für notwendig. Das bisherige Konzept trage zwar bis zum Jahr 2010, danach müsse aber die Rentenformel geändert werden, damit die Lohnnebenkosten nicht zu stark steigen, sagte Rürup laut einem Vorab-Bericht der Wochenzeitung "Die Zeit".

HB/dpa BERLIN. Nach Angaben des Blattes steht die Besetzung der Kommission schon weitgehend fest. Unter anderem hätten DGB-Chef Michael Sommer und der Vorsitzende des Verbandes der Rentenversicherer, Franz Ruland, zugesagt. Das Sozialministerium erklärte dagegen, Ressortchefin Ulla Schmidt (SPD) sei noch im "Prozess der Findung" und werde nächste Woche die Besetzung der Kommission bekannt geben. Zur Zeit könne noch kein Name bestätigt werden.

Auch der DGB dementierte, Sommer habe bereits zugesagt. Es sei noch völlig offen, wer für die Gewerkschaften in der Kommission sitzen werde, sagte eine DGB-Sprecherin. Laut "Zeit" sind als weitere Kommissionsmitglieder der Wissenschaftler Gert Wagner vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung, der Freiburger Rentenexperte Bernd Raffelhüschen, der Kölner Gesundheitsexperte Karl Lauterbach und der Mannheimer Wissenschaftler Axel Bösch-Supan im Gespräch.

Rürup verteidigte die rot-grüne Rentenreform von 2001, an der er als Berater mitgewirkt hatte. "Natürlich ist die Riestersche Reform eine Jahrhundertreform", sagte er der "Zeit". "Aber der Teil, der die Entwicklung der Sozialrenten regelt, muss nachgearbeitet werden, damit die Lohnnebenkosten nicht zu sehr steigen."

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