Ministerium weist Medienbericht zurück
Land erarbeitet keinen Notfallplan für Mobilcom

Das Land Schleswig-Holstein hat einen Zeitungsbericht zurückgewiesen, wonach es als Nothelfer im Streit zwischen dem Telefonanbieter Mobilcom und dessen Anteilseigner France Telecom bereitstehe.

ap KÖLN/DÜSSELDORF. "Das Wirtschaftsministerium arbeitet nicht an einem Notfallplan", erklärte das Ministerium am Freitag in Kiel.

Das Handelsblatt berief sich auf Kreise der Landesregierung. Nach dem Bericht haben Mobilcom-Vorstandschef Gerhard Schmid und Wirtschaftsminister Bernd Rohwer über einen Notfallplan gesprochen. Nach unbestätigten Berichten aus Paris drängt der französische Staat als France Telecom-Mehrheitsaktionär auf einen Ausstieg bei Mobilcom. Mobilcom wiederum dürfte ohne die weitere Unterstützung der Franzosen in Schwierigkeiten kommen. Mobilcom beschäftigt rund 6 000 Menschen und ist einer der größten Arbeitgeber in Schleswig-Holstein.

Mobilcom und France Telecom streiten darüber, wie hoch die Investitionen in den Aufbau des deutschen UMTS-Netzes sein sollen. Mobilcom-Chef Schmid will 1,4 Milliarden Euro ausgeben, France Telecom nur einige hundert Millionen Euro. Der französische Konzern hält 28,5 Prozent an Mobilcom und ist vertraglich verpflichtet, den UMTS-Aufbau zu finanzieren. Nach Ansicht von Branchenbeobachtern suchen die Franzosen einen Weg, um aus dieser Verpflichtung herauszukommen. Im Streit haben die Partner sich bereits gegenseitig mit dem Gericht gedroht.

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