Ministerpräsident appelliert an Bevölkerung
Griechenland gelingt Schlag gegen linke Terrorgruppe

Der griechischen Polizei ist ein Schlag gegen die linksgerichtete Terrororganisation "17. November" gelungen. Bei einer Razzia in einer Athener Wohnung fanden Sicherheitskräfte am Waffen, Sprengstoff und Propagandamaterial. Das bestätigte der Direktor der griechischen Polizei, Fotios Nasiakos, am Donnerstag. Unter den Waffen waren auch Panzerfäuste.

dpa ATHEN. Die Organisation "17. November" gilt als eine der gefährlichsten Terrorgruppen Europas. Seit 1975 hat sie in Griechenland 23 Menschen, darunter Diplomaten, Unternehmer, Verleger und Politiker ermordet und dutzende Bomben- und Panzerfaust-Anschläge verübt.

In der Wohnung hatte die Polizei auch Fingerabdrücke eines mutmaßlichen Mitglieds der Terrorgruppe gefunden. Der 40-jährige Grieche war festgenommen worden, nachdem am Samstag in seinen Händen in Piräus eine Bombe explodiert und ihn schwer verletzt hatte. Nach Polizeiangaben hatte er die Wohnung vor acht Jahren als Unterschlupf und Waffenlager gemietet. Seine Fingerabdrücke wurden außerdem in einem Auto gefunden, das die Terrororganisation bei einem Mordanschlag auf einen Reeder 1997 benutzt hatte.

Ministerpräsident Kostas Simitis rief in einer Fernsehansprache zu einem "vernichtenden Schlag" gegen den Terrorismus auf und appellierte an die Griechen, die Polizei beim Kampf gegen den Terrorismus zu unterstützen.

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