Ministerpräsident: Es wird unabhängigen Palästinenserstaat geben: Scharon bedauert Nicht-"Liquidation" Arafats

Ministerpräsident: Es wird unabhängigen Palästinenserstaat geben
Scharon bedauert Nicht-"Liquidation" Arafats

Der israelische Ministerpräsident Ariel Scharon hat bedauert, Palästinenserpräsident Jassir Arafat nicht getötet zu haben. In einem am Donnerstag veröffentlichten Interview mit der Tageszeitung "Maariv" sagte Scharon, während der israelischen Besetzung Libanons in den achtziger Jahren habe es eine Vereinbarung gegeben, Arafat nicht zu "liquidieren".

afp JERUSALEM. Dies bedaure er nun, wenn er die gesamte Situation betrachte. Gleichzeitig betonte Scharon, dass Arafat "wieder zum Verhandlungspartner werde, wenn er alle von uns geforderten Maßnahmen ergreift."

Arafat müsse gegen terroristische Gruppen wie die Hamas und den Islamischen Dschihad sowie radikale Anhänger seiner Fatah-Bewegung vorgehen, betonte Scharon erneut. Die Fatah hatte sich am Mittwoch zu einem Attentat auf zwei Agenten des israelischen Inlandsgeheimdienstes Schin Beth bekannt. "Letztlich wird ein unabhängiger Palästinenserstaat geschaffen werden. Er wird demilitarisiert sein und nur über eine Polizei zum Schutz der öffentlichen Ordnung verfügen", fügte Scharon hinzu. In einem zweiten Interview mit der Zeitung "Jediot Acharonot" kündigte der Ministerpräsident an, bei seinem Besuch in Washington Anfang Februar US-Präsident George W. Bush zu einem Boykott Arafats bewegen zu wollen.

Während des Einmarsches in Libanon 1982 war Scharon israelischer Verteidigungsminister. Arafat führte damals die Kräfte der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) in Beirut an. Scharon und seine Regierung hatten in der Vergangenheit mehrmals betont, dass Israel nicht die Absicht habe, Arafat zu töten.

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