Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) fordert rechtliche Auflagen
Kabelbetreiber Liberty Media will nur für neue Inhalte mehr Geld

Die US-Medienholding Liberty Media Corporation hat Berichte über eine drohende Preiserhöhung in den sechs von der Deutschen Telekom erworbenen Kabelnetzen dementiert. Eine höhere Kabelgebühr werde es nur für neue, zusätzliche Inhalte geben, erklärte der Präsident von Liberty Media, Robert R. Bennett, in einer am Donnerstag in Berlin veröffentlichten Mitteilung.

dpa-afx BERLIN. Das Unternehmen hatte die Kabel-Regionen Rheinland-Pfalz/Saarland, Hamburg/Schleswig-Holstein/Mecklenburg-Vorpommern, Berlin/Brandenburg, Bremen/Niedersachsen, Sachsen/Sachsen-Anhalt/Thüringen und Bayern mit mehr als 15 Mill. Haushalten gekauft.

Sobald das Bundeskartellamt "grünes Licht" gibt, werde Liberty mit der Modernisierung des Netzes beginnen, erklärte Bennett. Geplant sei zunächst der flächendeckende Ausbau des Netzes auf eine Bandbreite von 510 Megahertz. Damit sollen digitale Übertragungsmöglichkeiten sowie Multimedia-Dienstleistungen ermöglicht werden. Bei den neuen Angeboten werden die Kunden selber entscheiden, "wie viel Geld sie ausgeben wollen und wofür", betonte Bennett.

Zuletzt hatte der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) rechtliche Auflagen für die Kabelnetzbetreiber gefordert. Sie müssten die bestehenden privaten und öffentlich-rechtlichen Programme ohne weitere Einschränkung in das Netz einspeisen. Bestehende Programme dürften nicht von den Kabelgesellschaften auseinander gerissen und zusammen mit anderen Angeboten als neues "Paket" gegen höhere Gebühren wieder angeboten werden.

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