Ministerpräsident lehnt Aufweichung der Arbeitnehmerrechte ab
Gabriel für Neuregelung des Kündigungsschutzes

Der niedersächsische Ministerpräsident Sigmar Gabriel (SPD) hat eine Neuregelung des Kündigungsschutzes angeregt.

ddp HAMBURG. In einem am Dienstag veröffentlichten Interview mit dem Magazin «Stern» sprach er sich für eine weniger starre Regelung aus. Derzeit müssen Betriebe mit mehr als fünf Beschäftigten allen Arbeitnehmern vollen Kündigungsschutz gewähren. Gabriel schlug vor, eine Art Staffelung einzuführen. Danach müssten nicht automatisch alle fünf Mitarbeiter den Schutz erhalten, sobald ein Unternehmer einen sechsten Arbeitsplatz schafft.

Nach Gabriels Ansicht könnte in diesem Fall zukünftig beispielsweise nur der Arbeitnehmer mit der längsten Betriebszugehörigkeit Kündigungsschutz erhalten. Wird ein siebter Arbeitnehmer eingestellt, könnte der Schutz auf den Mitarbeiter mit der zweitlängsten Zugehörigkeit ausgedehnt werden. Eine weitergehende Aufweichung der Arbeitnehmerrechte lehnte der niedersächsische Ministerpräsident jedoch ab.

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