Ministerpräsident Teufel legt Bildungspläne vor
Neue Bildungsstandards in Baden-Württemberg

Baden-Württemberg hat als erstes Bundesland neue Bildungspläne mit dem Ziel verbindlicher Bildungsstandards für die Schulen vorgelegt. Statt der detaillierten Vorgaben der Lerninhalte in den Lehrplänen würden künftig Unterrichtsziele und Kompetenzen vorgegeben.

dpa STUTTGART. Baden-Württemberg hat als erstes Bundesland neue Bildungspläne mit dem Ziel verbindlicher Bildungsstandards für die Schulen vorgelegt. Ministerpräsident Erwin Teufel und Kultusministerin Annette Schavan (beide CDU) sagten am Dienstag in Stuttgart, die Bildungspläne würden im Südwesten zum Schuljahr 2004/05 schrittweise eingeführt. Statt der detaillierten Vorgaben der Lerninhalte in den Lehrplänen würden künftig Unterrichtsziele und Kompetenzen vorgegeben. "Das ist die Antwort auf Pisa", sagte Schavan.

Bei der internationalen Schülerleistungsstudie im Sommer 2000 hatte Deutschland im zentralen Untersuchungsfeld "Lesekompetenz und Textverständnis" hintere Plätze belegt. So hatten knapp ein Viertel aller 15-Jährigen in Deutschland Schwierigkeiten, einfache Texte zu verstehen und wiederzugeben.

Schavan erklärte, Ziel der neuen Bildungspläne sei es, die Stoffmenge zu reduzieren und gleichzeitig die Allgemeinbildung der Schüler zu stärken. Außerdem sollen die Schulen pädagogisch selbstständiger werden und die Qualität ihrer Arbeit einfacher zu vergleichen sein. "Auch auf internationaler Ebene können die Schulen künftig besser miteinander verglichen werden."

Mit den neuen Bildungsplänen entspricht Baden-Württemberg als erstes Bundesland den Mitte Februar von Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) und der Kultusministerkonferenz (KMK) der Länder formulierten Nationalen Bildungsstandards. Sie sollen beschreiben, was ein Kind künftig können muss - während bisherige Lehrpläne nur vorgaben, was ein Schüler zu lernen hat.



(Internet: http://www.bildungsstandards-bw.de)



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