Minus 50 Prozent bei Lehman Brothers
Quartalsgewinne der US-Investmentbanken brechen in Rezession ein

Bei drei der größten US-Investmentbanken sind aufgrund der Börsenflaute und des Wirtschaftsabschwungs die Gewinne im zurückliegenden Vierteljahr drastisch geschrumpft.

rtr NEW YORK. Den mit minus 50 % größten Gewinneinbruch gegenüber dem Vorjahreszeitraum verzeichnete Lehman Brothers nach Angaben vom Donnerstag. Bei den Wettbewerbern Goldman Sachs und Bear Stearns, die ihre Zahlen ebenfalls am Donnerstag vorlegten, sackten die Gewinne um 17 % respektive um 21 % ab. Am Vortag hatte bereits Morgan Stanley ein Minus von 28 % bei seinen Gewinnen im vierten Quartal (per 30. November) vorgelegt.

"Es ist klar, dass wir in naher Zukunft in einem schwierigen Umfeld bleiben", sagte Goldman-Finanzchef David Viniar. "Wir sehen eine graduelle Erholung im Jahr 2002 ab..., sie bleibt aber wahrscheinlich gedämpft." Experten erwarten bei den Aktienindizes für das kommende Jahr nur ein moderates Wachstum und sehen die Handelsumsätze der Banken deshalb weiter unter Druck. Der Markt für Börsengänge, neben dem Wertpapierhandel und Beratungsgeschäft eine der Provisionsquellen der Investmentbanken, war den Berichten der Banken zufolge das ganze Jahr hindurch schwach. Als Lichtblick im Jahr 2001 galten lediglich festverzinsliche Wertpapiere, in die sich Anleger angesichts der fallenden Aktienkurse flüchteten.

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