Minus geringer als geplant
Bahn sieht sich weiter auf Kurs

Die Deutsche Bahn hat die Konjunkturflaute zu spüren bekommen und im ersten Halbjahr im Personen- sowie im Güterverkehr weniger Verkehrsleistungen erbracht. Für die zweite Jahreshälfte geht das bundeseigene Unternehmen unverändert von einer Wirtschaftsbelebung und damit auch einer Geschäftsausweitung aus.

dpa/HB BERLIN. Die Schäden durch die Hochwasserkatastrophe und deren mögliche Auswirkungen auf das Geschäftsjahr könnten erst in einigen Wochen ermittelt werden, erklärte die Bahn AG bei der Vorlage der Halbjahresbilanz am Donnerstag in Berlin weiter. Bisher geht sie von einer Schadenssumme im hohen dreistelligen Millionenbereich aus.

Im Personenschienenverkehr sei die Verkehrsleistung um 4,4 % gesunken, im Güterverkehr um 1,4 %. Der Konzernumsatz sei gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 0,4 % auf 7,69 Mrd. ? gestiegen. Das Plus sei vor allem auf die positive Entwicklung im Personennahverkehr und bei Bahnhöfen zurückzuführen.

Die Brutto-Investitionen seien mit 3,95 Mrd. ? deutlich höher (plus 37,3 %) ausgefallen als im Vorjahreszeitraum. Auf Grund der Milliardeninvestitionen schreibt die Bahn wie erwartet tiefrote Zahlen und nimmt "temporär negative Ergebnisse" in Kauf. Vorstandschef Hartmut Mehdorn erklärte, trotz erheblicher Herausforderungen halte die Bahn bei wieder anziehender Konjunktur am geplanten Betriebsverlust nach Zinsen von 550 Mill. ? als Jahresziel fest.

Auswirkungen der konjunkturellen Schwäche gespürt

In den ersten sechs Monaten betrug das Betriebsergebnis nach Zinsen minus 235 Mill. ? gegenüber einem Vorjahresplus von 66 Mill. ?. Es sei damit um 160 Mill. ? besser ausgefallen als geplant, erklärte die Bahn. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit habe minus 231 Mill.? betragen und liege deutlich unter dem Vorjahreswert (28 Mill. ?). Die Zahl der Beschäftigten sei seit Ende 2001 um rund 2 400 auf rund 212 000 gesunken.

Die Bahn habe im Personen- und Güterverkehr die Auswirkungen der konjunkturellen Schwäche gespürt, erklärte Mehdorn weiter. Die ersten Indikatoren in Schlüsselbranchen wie der Stahlindustrie zeigten jetzt eher wieder höhere Werte als im Vorjahreszeitraum. "Wir sind zuversichtlich für eine positivere zweite Jahreshälfte", sagte er.

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