Minus im dritten Quartal
Kaufhof verlangsamt Umbau

Die Kölner Kaufhof Warenhaus AG wird nicht wie geplant alle vorgesehenen Warenhäuser bis Ende 2002 auf das Verkaufskonzept "Galeria" umstellen.

tsp FRANKFURT. "Wir haben nach den Anschlägen vom 11. September unsere Planungen revidiert", sagte Kaufhof-Chef Lovro Mandac am Rande des Deutschen Handelskongresses in Frankfurt dem Tagesspiegel. Jetzt sei ein Zeitraum bis Anfang 2004 anvisiert.

Kaufhof will rund 100 der 149 Warenhäuser in Deutschland und Belgien auf das "Galeria"-Konzept umstellen, das eine Präsentation des Artikelangebots in so genannten Erlebniswelten vorsieht. Jetzt zwingt die schwache Konjunktur das Handelshaus, die Investitionen zu strecken. Die zum Metro-Konzern gehörende Warenhauskette musste im dritten Quartal 2001 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum in Deutschland einen flächenbereinigten Umsatzrückgang von 5,4 % hinnehmen. Die Galeria-Standorte mit einem flächenbereinigten Umsatzrückgang von 2,9 % zeigten eine bessere Entwicklung.

Nach der Eröffnung neuer Galeria-Häuser in Leipzig und Chemnitz muss Kaufhof jetzt sparen. "Wir befinden uns in einem rückläufigen Markt, in einem Verdrängungswettbewerb. Daher müssen wir zu den Kostenführern gehören", sagte Mandac. Die Kosten wolle er aber nicht durch die Schließung von Standorten senken, sondern indem er Abläufe optimiere.

Die Metro-Warenhaustochter will trotz der Konjunkturflaute weiter investieren. Im Mai wird in den Berliner Gropius-Passagen ein neues Geschäft eröffnet. In Belgien sollen im Frühjahr vier der neu erworbenen Inno-Kaufhäuser auf das Galeria-Konzept umgestellt werden.

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