Minus in allen Segmenten
Deutsche Börsen beenden Handelstag mit Verlusten

Die deutschen Wertpapierbörsen sind am Montag mit Verlusten aus dem Handel gegangen. Der Dax verlor 0,40 % auf 6162,74 Punkte. Der MDax sank um 0,59 % auf 4776,57 Punkte, und der Nemax 50 gab um 3,15 % auf 1642,97 Stellen nach.

dpa/vwd FRANKFURT/MAIN. Ein Plus von 0,93 Prozent genügte den MAN -Aktien um sich an die Spitze des Dax zu setzen und mit dem Wert von 26,99 Euro als Tagessieger zu brillieren. Als Verlierer des Dax gingen die Metro -Aktien mit einem Minus von 2,48 Prozent auf 45,64 Euro aus dem Handel.

Der Kurs der Fraport -Aktie ist am ersten Handelstag des Papiers gesunken. Der erste Preis im Frankfurter Parketthandel lag bei 35,40 Euro und damit noch knapp über dem Ausgabepreis von 35 Euro. Der kleine Gewinn bröckelte jedoch wieder ab: Das Papier ging mit 34,80 Euro aus dem Handel.

Zur Begründung der im Handelsverlauf teilweise deutlichen Aufschläge bei der T-Aktie verwiesen Händler auf die anstehende Höhergewichtung des Titels im Dax. Die Gewichtung wird auf Grund der Übernahme von Voicestream angepasst. Die Papiere der Deutschen Telekom werden ab Montagabend voraussichtlich mit knapp zwölf Prozent bei der Berechnung des Indizes berücksichtigt. Zuvor waren es gut neun Prozent. Deshalb müssten professionelle Anleger etwa 30 Mio T-Aktien kaufen, hieß es.

Das erwartete Angebot aus den USA wegen des Umtauschs von Voicestream- in T-Aktien blieb dagegen aus. Die Verkäufe seien vermutlich bereits in der vergangenen Woche abgewickelt worden, sagten Händler. Deutsche Telekom gewannen 0,7 Prozent auf 23,78 Euro.

Lufthansa-Invstoren fürchten Nachforderungen

Die Verliererliste wurde unter anderem von Lufthansa angeführt. Sie fielen um 1,8 Prozent auf 21,90 Euro und litten damit nach wie vor unter den Kosten des hohen Tarifabschlusses mit den Piloten. Außerdem kamen Befürchtungen auf, nun werde das Bodenpersonal Nachforderungen stellen. Gerüchte um die Zahlungsunfähigkeit der SAir-Group hätten dagegen keinen Einfluss auf die Aktie gehabt, da die Probleme der Schweizer hausgemacht seien, meinte ein Marktteilnehmer.

Nur 6 Wachstumswerte können leichtes Plus verbuchen

Im Nemax 50 gab es nur sechs Gewinner. Vorneweg marschierten Trintech (+1,98 Prozent auf 3,09 Euro) und Fantastic (+1,69 Prozent auf 1,2 Euro). Bei Phantastic hatte offenbar die Beteiligung von British Telecom an dem Unternehmen zwischenzeitlich zu Gewinnen von über vier Prozent geführt. EM.TV verbesserten sich um 1,65 Prozent auf 3,09 Euro. Der Medienvermarkter dürfte von einer positiven Einschätzung der Unternehmensberatung Roland Berger profitieren, die dem Unternehmen wieder Gewinne ab 2004 zugesteht.

Einstige Größen am Neuen Markt mit nicht ganz kleinen Problemen

Die Brokat AG , weit von einstigen Höchstständen entfernt, hat inzwischen die Hälfte des Grundkapitals aufgezehrt. Analysten sind der Ansicht, auch die angekündigten Entlassungen von 300 Mitarbeitern könnten die vom Unternehmen gewünschten Einsparungen nicht garantieren. Die Aktien verloren nach diesen Hiobsbotschaften 11,52 Prozent ihres Wertes, der somit auf 6,25 Euro schrumpfte.

Die Aktie der D.Logistics notierte nach einem Verlust von 11,11 Prozent auf 19,25 Euro. Das ist der tiefste Stand seit Anfang 2000. Ein Börsenbrief spekulierte schon am Freitag von Liquiditätsproblemen. Negative Analysten- und Händlerstimmen belasteten die Aktie zusätzlich.

Die Formel Eins beschäftigt die Anleger auch am Montag. Die Aktien des Telefon-Auskunftsdienstes Telegate verlieren 3,52 Prozent auf 16,45 Euro. Telegate hatte in seinem Streit um die Werbung auf dem am Wochenende siegreichen BMW Williams einen Etappensieg errungen. Ein Gericht erklärte eine Vertragskündigung der Telegate gegenüber dem Rennstall in einem ersten Urteil für rechtmäßig. Der Prozess geht in die zweite Instanz, da Telegate noch Geld von BMW zurückfordert.

Den zweiten Tag in Folge stiegen die Aktien der israelischen Virzt Limited. "Die erzählen auf einer Roadshow allen, sie seien billig", begründete ein Frankfurter Händler der Kursgewinn von 27 Prozent auf 2,35 Euro.

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