Minus von 61 Mill. €
Spar bleibt in der Krise

Der Handelskonzern Spar hat seine Krise noch nicht überwunden. Trotz großer Anstrengungen konnte das neue Management um Vorstandschef Fritz Ammann die operativen Verluste in den ersten sechs Monaten dieses Jahres lediglich um 22 % reduzieren.

dpa HAMBURG. Unter dem Strich blieb ein Minus von 61 Mill. ?, nach 79 Mill. ? im gleichen Zeitraum des Vorjahres, teilte die Spar Handels-AG (Schenefeld) am Mittwoch in Hamburg mit. Der Umsatz fiel mit 3,2 Mrd. ? um knapp ein Prozent niedriger aus.

Spar werde vor dem Hintergrund der schwierigen konjunkturellen Lage und der damit verbundenen Zurückhaltung der Verbraucher die bereits eingeleiteten Sanierungsmaßnahmen nochmals forcieren, heißt es in dem Halbjahres-Bericht. Umsatz und Rohertrag sollen steigen, die Kosten dagegen sinken, um wieder die Gewinnzone zu erreichen. "Der Vorstand geht davon aus, dass mit der weiteren konsequenten Intensivierung der Sanierungsanstrengungen die nachhaltige Ertragswende geschafft wird", heißt es in der Mitteilung.

Der französische Großaktionär ITM Enterprises (Intermarché) werde Spar weiter unterstützen und die Finanzierung sicherstellen. In den vergangenen Monaten hatte es mehrfach Spekulationen gegeben, dass sich die Franzosen, die mehr als 80 % an Spar halten, aus dem Engagement zurückziehen könnten. Der Einstieg bei dem Schenefelder Unternehmen soll Intermarché bereits mehr als 1,3 Mrd. ? gekostet haben und Gewinne sind zumindest vorerst nicht in Sicht.

Der Umbau des Konzerns geht unvermindert weiter. Spar trennte sich von weiteren Unternehmensteilen und baute 14 ?spar-Märkte ab. Wachstum gab es dagegen im Discount-Bereich (Netto-Märkte), der um 15,5 % zulegte. Mittelfristig will sich Spar mit einer deutlich verschlankten, regional ausgerichteten Organisation auf die Belieferung selbstständiger Einzelhändler sowie die Netto- Discountmärkte konzentrieren.

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