Minus von 860 Mill. €
Millionendefizit bei Krankenkassen

Die gesetzlichen Krankenkassen haben im ersten Quartal 2002 erneut ein Defizit erwirtschaftet, werden aber nach Einschätzung des Bundesgesundheitsministeriums zum Jahresabschluss wieder schwarze Zahlen schreiben.

rtr BERLIN. Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) sagte am Mittwoch in Berlin laut Redetext, die Kassen hätten in den ersten drei Monaten dieses Jahres ein Minus von 860 Mill. ? erzielt. Im ersten Quartal 2001 habe das Defizit noch bei 1,14 Mrd. ? gelegen. Nicht zuletzt durch Urlaubs- und Weihnachtsgeld, die bei der Beitragszahlung berücksichtigt werden, würden sich die Einnahmen der Kassen im Laufe des Jahres erhöhen. Es gebe daher "die berechtigte Erwartung auf ein ausgeglichenes Finanzergebnis in 2002 und ein stabiles Beitragssatzniveau". Derzeit liegt der durchschnittliche Beitragssatz der gesetzlichen Kassen bei knapp 14 %.

Schmidt sagte, insgesamt hätten die Kassen im ersten Quartal 34,5 Mrd. ? ausgegeben, 900 Mill. ? mehr als im Vorjahreszeitraum. Für Arzneimittel sei 2,5 % mehr Geld ausgegeben worden. Die Arzneimittelausgaben hatten in den vergangenen Jahren zu den am stärksten wachsenden Posten gezählt. Die Ausgaben für Heil- und Hilfsmittel wie Krankengymnastik, Prothesen und Brillen stiegen um 7,7 %, die Fahrtkosten um sieben Prozent. Um sechs Prozent sanken hingegen im ersten Quartal die Ausgaben der Kassen für Zahnersatz.

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