Mirant verlässt Bewag
Vattenfall siegt im Poker um Nordostkonzern

Poker um den neuen drittgrößten deutschen Stromkonzern hat sich der schwedische Vattenfall-Konzern durchgesetzt. Der US-Konzern Mirant steigt überraschend aus der Berliner Bewag aus verkauft seine Anteile von knapp 45 % an Vattenfall.

dpa BERLIN. Im Damit wird die Bewag nun doch Teil des neuen nordostdeutschen Stromkonzerns aus HEW, Veag und Laubag. Dies teilten Mirant und Vattenfall am Montag in Berlin mit. Vattenfall zahlt für die Anteile 1,63 Mrd. $ (3,57 Mrd. DM/1,83 Mrd. Euro).

Künftig wird der Vattenfall-Konzern knapp 90 % der Bewag halten, denn über die Tochter HEW sind die Schweden schon mit knapp 45 % an den Berlinern beteiligt. 10,4 % der Aktien sind im Streubesitz. "Ich bin außerordentlich zufrieden darüber, dass wir diese Vereinbarung mit Mirant erreicht haben und dass die Bewag nun vollständig in die Aktivitäten der Vattenfall-Gruppe integriert werden kann", sagte Vattenfall-Chef Lars Josefsson.

Ursprünglich wollten Vattenfall und Mirant den nordostdeutschen Stromkonzern aus Bewag, den Hamburgischen Elektrizitätswerken (HEW), der ostdeutschen Veag und dem Braunkohleverstromer Laubag zusammen gestalten. Ende September jedoch platzte die geplante Fusion, weil sich Vattenfall und Mirant in mehreren Punkten nicht einigen konnten. Die Amerikaner hatten danach jede Rückzugsabsicht aus der Bewag bestritten. Es war jedoch auch klar, dass die Patt-Situation bei dem Berliner Unternehmen nicht von Dauer sein konnte. Der neue Konzern wird rund 10 Mrd. DM umsetzen.

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