Mischkonzern Vivendi Universal
Hintergrund: Wasser, Musik und Hollywood

Vivendi Universal ist nach AOL/Time der weltweit größte Medienkonzern mit Hollywood-Studios, Fernseh-Sendern und Verlagsgruppen.

dpa PARIS. Zu dem transatlantischen Konzern gehören die zu den größten europäischen Abonnentensendern zählende Gruppe Canal+ sowie in der Telefonbranche die Festnetz-Firma Cégétel und der Mobilfunkanbieter SFR.

Die einstige Kernsparte ist die Wasserversorgung, die heute als Vivendi Environnement geführt wird. Als 1996 Jean-Marie Messier an die Spitze des Konzerns rückte, baute er den trägen Wasserlieferanten Compagnie Générale des Eaux umfassend und durch milliardenschwere Übernahmen zu einem Imperium mit etwa 380 000 Beschäftigten aus, das in die Weltspitze der Medien und Telekommunikation aufrückte.

Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Weltkonzern war die Fusion mit der kanadischen Seagram-Gruppe zum neuen Mischkonzern Vivendi Universal. Seagram steuerte die weltgrößte Musikfirma Universal Music Group und das Hollywoodstudio Universal bei. Erst im vergangenen Jahr kam für etwa elf Milliarden Euro die Film- und Fernsehsparte US-Networks hinzu.

Zugleich musste Vivendi Universal 2001 durch Rekordabschreibungen den höchsten Verlust ausweisen, den jemals ein Unternehmen in Frankreich verbucht hatte: minus 13,6 Milliarden Euro bei einem Jahresumsatz von rund 57 Milliarden Euro. Messier häufte in seiner Amtszeit 19 Milliarden Euro Schulden auf. Insgesamt hat der Konzern etwa 35 Milliarden Euro Schulden.

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