Missverständnisse
Effenberg löst Führungskrise bei Atlético aus

Der geheimnisvolle Besuch Stefan Effenbergs in der spanischen Hauptstadt hat beim Fußball-Zweitligisten Atlético Madrid eine Führungskrise ausgelöst. Sportdirektor Paulo Futre war nach Presseberichten vom Montag so erbost darüber, dass er nicht über "Effes" Reise informiert worden war, dass er seinen Rücktritt anbot.

dpa MADRID. Clubchef Jesús Gil y Gil lehnte dies ab, erklärte aber ebenfalls, er habe von der Visite des 33-jährigen Spielmachers vom FC Bayern München nichts gewusst. Entgegen der Ankündigung Futres schloss der eigensinnige Vereinsboss eine Verpflichtung des "Tigers" aber nicht völlig aus. "Allerdings sind die finanziellen Forderungen so hoch, dass ein Transfer sehr schwierig wird."

Effenberg war zusammen mit seiner Frau und Beraterin Martina sowie den Kindern am Samstagabend nach dem Bundesliga-Spiel gegen Borussia Dortmund (1:1) in Madrid eingetroffen. Ein Fahrer der Familie Gil holte sie am Flughafen ab und brachte sie in das Nobelhotel "Palace". Der 68 Jahre alte Clubchef sagte, Effenberg sei auf Einladung seines Sohnes und Atlético-Generaldirektors Miguel Angel nach Spanien gereist, um ein Wochenende auf dem Landgut "Valdeolivas" bei Avila westlich von Madrid zu verbringen. Dies sei nach den Verhandlungen Ende vorigen Jahres so ausgemacht worden. Mit Futre und Trainer Luis Aragonés sei vereinbart worden, erst gar nicht über einen möglichen Wechsel zu sprechen.

Mit einem 2:1-Sieg (1:0) über Salamanca baute Atlético am Sonntagabend seinen Vorsprung in der Zweiten Liga weiter aus. Mit nunmehr 56 Punkten gilt der Aufstieg in die Primera División bereits als sicher. An zweiter Stelle liegt der von Bernd Schuster trainierte CD Xerez (49 Punkte), der sein Spiel mit 1:0 gegen Burgos gewann.

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