Mit 1:0 gegen Velika weiter
Schalke zittert sich in Runde zwei

Der 19-Jährige Einwechselspieler MIke Hanke bewahrte den FC Schalke 04 vor einer drohenden Blamage im UEFA-Pokal. Die Blau-Weißen schafften nach Borussia Dortmund als zweiter Club den Einzug in die zweite Runde.

HB GELSENKIRCHEN. Hanke erzielte am Donnerstag in der 77. Minute den erlösenden Treffer zum 1:0 (0:0)- Sieg gegen den kroatischen Europacup-Neuling Kamen Ingrad Velika, der dem enttäuschend schwachen Bundesligisten nach dem 0:0 im Hinspiel zum Weiterkommen reichte. Vor 52 600 Zuschauern in der Arena "AufSchalke" hatte den Gastgebern nach einer ideenlosen Vorstellung lange Zeit der Gang in die Verlängerung gedroht.

Obwohl Trainer Jupp Heynckes seine zur Zeit stärkste Elf ins Rennen geschickt und Druck von der ersten Minute an gefordert hatte, setzten die Schalker die Serie enttäuschender Heim-Vorstellungen fort und quälten ihre Anhänger auch gegen Velika mit langatmigem Breitwand-Fußball. Anstatt die massierte Abwehr der Kroaten mit schnellen Aktionen über die Flügel auszuhebeln, versuchten es die "Knappen" meist mit Querpässen durch die Mitte an und spielten dem Gegner damit in die Karten. Einmal mehr wurde deutlich, dass den Schalkern ein Ideengeber fehlt, der die Angreifer in Szene setzen kann. So blieben die Spitzen Victor Agali und Gerald Asamoah als Vertreter des verletzten Ebbe Sand wieder einmal stumpf.

Erst ein Kopfball von Kroatiens Torschützenkönig Zoran Zekic (24.), der von der Unterkante der Latte ins Feld zurückprallte, weckte die Hausherren in ihrem 40. UEFA-Cup-Spiel ein wenig aus der Lethargie. Drei Minuten später zwang Anibal Matellan Gäste-Keeper Mario Galinovic mit seinem Kopfball nach Freistoß-Flanke von Filip Trojan zu einer spektakulären Parade. Der Tscheche Trojan (37.) und Agali (45.) vergaben weitere gute Möglichkeiten für die Schalker, die mit einem gellenden Pfeifkonzert von den Rängen in die Halbzeitpause verabschiedet wurden.

Von spielerischer Linie war beim Bundesliga-Zehnten auch nach Wiederbeginn nichts zu sehen. Je länger die niveauarme Partie dauerte, desto häufiger versuchten die Schalker mit Einzelaktionen zum Erfolg zu kommen. Doch Zählbares sprang erst heraus, als Heynckes unter den Protesten des Publikums mit Hanke für Asamoah einen frischen Stürmer auf den Rasen schickte. Das Schalker Eigengewächs köpfte schließlich 13 Minuten vor dem Ende eine Flanke von Dario Rodriguez an dem in der zweiten Hälfte über sich hinauswachsenden Galinovic vorbei ins Tor.

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