Mit Baggern werden Dämme errichtet
Ätna-Ausbruch richtet schwerste Schäden an

Die Lava des Ätnas hat am Freitag weiter das Touristenzentrum an der Seilbahn des Vulkans bedroht.

ap CATANIA. Nach offiziellen Angaben verlangsamte sich zwar der Lavastrom, der die Talstation und die Ortschaft Rifugio Sapienza bedroht, doch zerstörten die Lavamassen bereits ein hölzernes Lagergebäude der Station in 1.910 Metern Höhe. Den Parkplatz der Ansammlung von Hütten und Restaurants bedeckte die Lava in der Nacht. Drei Stützpfeiler des Skilifts wurden ein Raub der Naturgewalten.

Hilfskräfte und Bulldozer-Kolonnen des italienischen Heeres bemühten sich auch am Freitag unermüdlich, den Lavastrom mit Hilfe von Erdwällen von den angrenzenden Gebäuden wegzuleiten. Die Zahl der Planierraupen wurde auf etwa 20 verdoppelt. "Es ist schrecklich für uns hier oben", erklärte Giovanni Serafina, Besitzer eines Lokals in der bedrohten Zone. Wir warten und hoffen jetzt, dass die Arbeit mit den Bulldozern Erfolg hat."

Straßensperrungen

Die Polizei sperrte die auf den Berg führende Straße für Touristen. Der Erzbischof von Catania kündigte an, am Sonntag gemeinsam mit Anwohnern des Vulkans für ein Ende der Eruption zu beten.

Ein anderer Lavastrom, der sich auf Nicolosi zubewegt, ist unterdessen vier Kilometer vor der 6 000 Einwohner zählenden Ortschaft praktisch zum Stillstand gekommen. Der Ausbruch des Ätnas hat nach Schätzungen bislang Schäden in Höhe von sieben Mrd. Lire (sieben Mill. Mark / 3,58 Mill. Euro) verursacht. Der 3 310 Meter hohe Berg ist der aktivste Vulkan Europas. Sein letzter großer Ausbruch ereignete sich im Jahr 1992.

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