Mit Bundeskanzler Schröder in Mexiko eingetroffen
Müller ermutigt Lateinamerika zu Freihandelszone mit EU

Bundeswirtschaftsminister Werner Müller hat an die lateinamerikanischen Staaten appelliert, ihre Bemühungen zur Schaffung einer Freihandelszone mit der Europäischen Union zu intensivieren.

ap MEXICO-STADT. Zu Beginn seiner sechstägigen Lateinamerika-Reise mit Bundeskanzler Gerhard Schröder unterstützte der parteilose Minister zugleich den Wunsch Mexikos, das nächste große Ministertreffen der Welthandelsorganisation WTO 2003 in dem mittelamerikanischen Land abzuhalten.

Müller und Schröder trafen am Sonntagabend (Ortszeit) in Mexiko-Stadt ein, der ersten Station ihrer Reise, die bis Freitag noch nach Brasilien und Argentinien führen soll. Sie werden von einer hochrangigen Delegation aus Wirtschaft und Kultur begleitet. Der Besuch soll der Intensivierung der Handelsbeziehungen zwischen der EU und den lateinamerikanischen Staaten dienen und der vielfach beklagten Vorherrschaft der USA Paroli bieten.

Der Wirtschaftsminister sagte, es könne nur im Interesse der lateinamerikanischen Staaten sein, wenn sie vor der Etablierung einer Nord- und Südamerika umfassenden Freihandelszone mit der EU zu einem Abschluss kämen. Er wies darauf hin, dass es für europäische Investoren ein Hemmnis bedeute, wenn sich amerikanische Standards in Lateinamerika immer weiter durchsetzten. Er kündigte Hilfen für den Aufbau eines Mittelstandes in Mexiko an, ohne diese jedoch konkret zu benennen.

Auch mit den Exporten aus Mexiko nach Deutschland laufe es zurzeit nicht so gut, weil die Mexikaner sich im wesentlichen an US-amerikanischem Geschmack und US-Bedürfnissen orientierten, erklärte Müller. Als Problem für deutsche Investitionen nannte er unter anderem Rechtssicherheit. Aber auch die Sicherheitslage sei hin und wieder kritisch. So habe sich die Bekleidungsfirma Boss aus Mexiko zurückgezogen, nachdem vier Mal in kurzer Folge Transporte ausgeraubt worden seien.

Politisch allerdings seien die Voraussetzungen in Mexiko gegeben, sagte Müller. Er führte die Position als Einfallstor für den US-amerikanischen Markt ebenso an wie die relativ stabile Währung und die Fortschritte in der Reformpolitik unter Präsident Vicente Fox. type="person" value="Fox, Vicente" />

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