Mit dem Hilfspaket soll die Wirtschafts- und Finanzkrise in der bekämpft werden
Türkei erhält bis Juni sechs Milliarden Dollar Hilfe vom IWF und Weltbank

Reuters WASHINGTON. Die in eine wirtschaftliche Krise geratene Türkei wird nach den Worten ihres Wirtschaftsministers Kemal Dervis bis einschließlich Juni IWF - und Weltbank-Kredite von insgesamt sechs Milliarden Dollar erhalten. 3,9 Milliarden Dollar werde der Internationale Währungsfonds (IWF) dem Land bereits im Mai zahlen, sagte Dervis am Montag in New York. Im Juni werde der IWF dann eine Milliarde Dollar bereitstellen und die Weltbank 1,1 Milliarden Dollar. Diese Kredite sind Bestandteil eines Hilfspakets von insgesamt zehn Milliarden Dollar, dessen Bewilligung sich bereits in der vergangenen Woche abgezeichnet hatte. Dervis äußerte die Überzeugung, dass nach Klärung der letzten Details noch am Montagabend (Ortszeit) eine Absichtserklärung unterzeichnet werden könne.

Dervis äußerte sich zuversichtlich, dass die Türkei ihre in Fremdwährungen denominierten Auslandsverschuldungen bedienen könne. "Ich glaube, die Türkei hat die Kraft und Fähigkeit, unseren Verpflichtungen leicht nachzukommen." Mit dem Hilfspaket von IWF und Weltbank soll die Wirtschafts- und Finanzkrise in der Türkei bekämpft werden. Auslöser der Finanzkrise war ein Streit zwischen Ministerpräsident Bülent Ecevit und Staatspräsident Necdet Sezer im Februar. Die türkische Zentralbank hatte daraufhin den Kurs der Lira freigegeben, die seitdem mehr als 40 Prozent an Wert zum Dollar einbüßte.

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