Mit dem Internet auf dem neuesten Stand bleiben
E-Learning: Lebenslänglich für alle

An E-Mail und E-Commerce, den elektronischen Handel, haben sich die meisten Menschen schon mehr oder weniger gewöhnt. Jetzt müssten sich die Menschen darauf einstellen, mehr zu lernen als je zuvor, sagt Lotus-Chef Zollar.

ap FRANKFURT. Das Stichwort heißt E-Learning. Lernen mit Unterstützung des Computers soll es ermöglichen, der technischen Entwicklung auf den Fersen zu bleiben. Das gilt für den Einzelnen, aber vor allem auch für Firmen. Die Produktionszyklen würden inzwischen nur noch in Monaten gerechnet, erklärt Zollar, was vor allem Probleme für die Mitarbeiter in Service und Verkauf bringe.
Als Beispiel nennt er einen Druckerhersteller, bei dem die Entwicklungsabteilung in vier Monate ein neues Produkt entwickle. Die Mitarbeiter von Verkauf und Kundendienst bräuchten hingegen ein halbes Jahr, um überhaupt über das neue Produkt Bescheid zu wissen.
Und genau in dieser Zeitlücke sieht Zollar sein Unternehmen positioniert. Lotus ist Marktführer bei Programmen zur internen Unternehmenskommunikation und Gruppenarbeit, also vor allem E-Mail und auch Instant Messaging, dem Austausch von Nachrichten in Echtzeit und der Zusammenarbeit über das Netz. In Kürze sollen bei Lotus auch Audio- und Videokommunikation hinzukommen.

E-Learning ist nichts anderes als Fernstudium in moderner Verpackung

E-Learning ist ein Begriff, der früher vielleicht besser bekannt war als Fernstudium. Nur, dass sich mit Computer und Internet völlig neue Möglichkeiten eröffnen. Lotus will Produkte anbieten, mit denen Firmen schneller Lehrmaterial erstellen und ihre Mitarbeiter schneller ausbilden können. Ergänzt wird dies durch bessere Möglichkeiten zum Austausch von Daten und Wissen. Welche Bedeutung dies in Unternehmen hat, macht Zollar am elektronischen Handel deutlich. Zwischen Unternehmen wird der E-Commerce immer wichtiger und das Geschäftsvolumen immer größer.

Soziale Kluft vergrößert sich

Wissensmanganagement soll den Unternehmen helfen, Wissen und Daten so zu verteilen, dass jeder Mitarbeiter genau die Informationen bekommt, die er gerade braucht - ob als Text aus dem Datenarchiv oder als Telefonnummer, die ihn zu einem Kollegen mit speziellen Kenntnissen führt. Für die Mitarbeiter bedeutet dies, dass sie bereit sein müssen, ihr Wissen mit anderen zu teilen.

Zollar räumt ein, dass es nicht immer leicht sein wird, sie davon zu überzeugen. Dass der rasante technische Wandel viele Menschen belastet, sieht auch Zollar, der große Hoffnung in die nächste Generation setzt.
Internet, E-Mail und das Musikformat MP3 seien heute für Jugendliche so geläufig wie für die etwas Älteren Telefon und Fernseher. Die digitale Kluft ist in den USA schon länger ein Thema. Zumeist ist damit die soziale Kluft gemeint, die sich auftut zwischen Menschen, die Zugang zu Computer und Internet haben, und denen, die dies nicht haben. Dieses Problem, sagt Zollar, müssten Politik und Wirtschaft gemeinsam angehen.

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