Mit der schönen Diagonale wurde niemand Millionär
Lotto: Muster-Tipper schauen in die Röhre

Pech für Glückspilze: 69 Mal tippten Lottospieler am Samstag die richtige Zahlenkombination und ließen somit den erhofften Millionengewinn dahinschmelzen. "Mit der verrückten Sechser-Reihe 4, 6, 12, 18, 24, 30 (und der Zusatzzahl 36) sorgte Fortuna dafür, dass so manche Millionenhoffnung sich in Sekundenschnelle in Luft auflöste", teilte Lotto Rheinland-Pfalz am Montag in Koblenz mit.

HB/dpa MÜNSTER/KOBLENZ. Die hohe Zahl von 69 Sechsern hatte den Gewinn für sechs Richtige auf rund 45 000 ? gedrückt.

"Wieder einmal erwies sich ein Strickmuster-Tipp als absoluter Quotenkiller", sagte ein Lotto-Sprecher in Münster. Solche Zahlenreihen würden als Muster häufig angekreuzt: Auf dem Spielschein sei es in diesem Fall eine Diagonale mit einer kleinen Kurve zur vier gewesen. Ein Lottosechser mit so wenig Gewinn "ist schon ziemlich frustrierend", sagte der Sprecher von Lotto Rheinland-Pfalz, Clemens Buch. Auch den Jackpot von knapp 5,4 Mill. ? mit der richtigen Superzahl in der Gewinnklasse 1 müssen sich laut Buch gleich elf Tipper teilen. Sie erhalten je nur rund 500 000 ?.

Enttäuschte Spieler hätten die Telefonleitungen des Lotto- Kundendienstes glühen lassen, sagte WestLotto-Sprecher Elmar Bamfaste. "Dabei haben wir unsere Kunden immer wieder gewarnt: Lasst das sein! Bei Strickmuster-Tipps sacken die Quoten in den Keller." Der Frust danach sei nur allzu gut zu verstehen: "Da hat man dann einmal im Leben sechs Richtige, und dann kommt nur so wenig dabei heraus." Ein Teil der Lottospieler glaube, die Gewinnchance sei größer, wenn sie sich etwas ganz Ausgefallenes einfallen ließen. "Bald stellt sich dann aber schmerzhaft heraus, dass ganz viele so gedacht haben."

Die "Sechser-Reihe" 4, 6, 18, 24, 30 mit der Zusatzzahl 36 habe zudem in der Gewinnklasse drei zur "astronomisch hohen Zahl" von 1276 Mal fünf Richtigen mit Zusatzzahl geführt. Für fünf Richtige gebe es voraussichtlich nur jeweils rund 90 ? Gewinn. Die Zahl von 69 Lottosechsern war nach Auskunft von Buch zum letzten Mal am 4. Oktober 1997 überboten worden. Damals wurden gleich 124 richtige Sechser getippt, was den Gewinn auf jeweils umgerechnet 27 600 ? senkte. "Damals waren es die Gewinnzahlen 9, 13, 23, 27, 38 und 40, die ein "U" auf dem Spielschein bildeten", erklärte der Lottosprecher.

Seit Jahren warnen die Lottogesellschaften vor bestimmten Zahlen und Kombinationen. "Finger weg von Bildertipps" lautet eine der wichtigsten Regeln. Die bildhaften Muster in Form von Buchstaben wie X, Y oder U auf dem Spielschein sind "absolute Quotenkiller", weil sie von sehr vielen Menschen angekreuzt werden. Auch eine Häufung von Kreuzen auf engstem Raum fördert nicht gerade die Aussichten auf einen ganz großen Gewinn. Bei so genannten Doppeldrillingen - zwei Mal drei Kreuzchen direkt nebeneinander - gab es beispielsweise 1988 für sechs Richtige lediglich 85 000 DM für jeden Gewinner: 222 Spieler hatten diese Kombination gewählt.

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