Mit einem Fuß in der Rezession
Goldman-Sachs-Chefvolkswirt befürchtet Rezession

Der europäische Chefvolkswirt der Investmentbank Goldman Sachs, Thomas Mayer, schätzt einem Zeitungsbericht zufolge die jüngsten Prognosen der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute als möglicherweise zu optimistisch ein.

rtr/ddp BERLIN. "Es besteht die ernsthafte Gefahr, dass wir in Deutschland in diesem Jahr weniger als ein Prozent Wachstum haben werden", sagte Mayer in einem Gespräch mit der "Berliner Zeitung". Deutschland stecke bereits mit einem Fuß in der Rezession.

Zwar zeichne sich bei den drei größten Krisenherden - Konjunktureinbruch in den USA, Explosion der Öl- und Nahrungsmittelpreise, sowie Nachwirkung der Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank (EZB) vom vergangenen Jahr - eine Entspannung ab. Jetzt stelle sich aber die Frage, «ob die Wirtschaft schon so geschwächt ist, dass sich eine Abwärtsspirale von steigender Arbeitslosigkeit, nachlassendem Konsum und Investitionen und wieder steigender Arbeitslosigkeit nicht mehr vermeiden lässt», sagte Mayer.

Im Herbst könne es in vielen Unternehmen noch einmal zu kräftigen Entlassungen kommen. "Wenn es so weiter geht, dann haben wir möglicherweise bald über vier Mill. Arbeitslose", warnte er.

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