Mit erstem Quartal unzufrieden
Trinkaus & Burkhardt hofft auf zweite Jahreshälfte

Das Bankhaus HSBC Trinkaus & Burkhardt hat 2001 deutlich weniger im operativen Geschäft verdient. Trotz einer erwarteten Belebung des Wertpapiergeschäfts im zweiten Halbjahr rechnet das Institut mit einem geringeren Jahresüberschuss.

rtr DÜSSELDORF. "Mit dem Verlauf des ersten Quartals 2002 sind wir nicht zufrieden, aber wir bleiben gedämpft optimistisch und hoffen, in der zweiten Jahreshälfte unsere Planvorgaben zu erreichen", sagte der persönlich haftende Gesellschafter der Bank, Sieghardt Rometsch, am Donnerstag bei der Bilanzvorlage in Düsseldorf. Das Betriebsergebnis werde mindestens dem 2001 erreichten Wert von 92,9 Mill. ? entsprechen. Der Jahresüberschuss werde aber niedriger ausfallen, sagte Rometsch. "Wir können nicht noch einmal unser Ergo-Paket verkaufen," sagte er mit Blick auf den Sondererlös aus dem Verkauf von Aktien des Versicherungskonzerns Ergo.

Zudem stellte Rometsch eine im Vergleich zum Vorjahr unveränderte Dividende von 1,75 ? in Aussicht. 2001 hatte die Bank allerdings noch einen zusätzlichen Bonus von 1,00 ? gezahlt.

Auch Wolfgang Haupt, persönlich haftender Gesellschafter der Bank, geht von einer Belebung des für die Bank wichtigen Wertpapiergeschäfts aus. Das Institut setze dabei auf den Vorsorgebereich und den Trend zur Aktie. Das Geschäft mit Börseneinführungen (IPOs) werde allerdings schwach bleiben. "Frühestens 2003 wird es in Deutschland wieder richtig losgehen", sagte Bank-Geschäftsleiter Andreas Schmitz.

2001 litt die zum britischen HSBC-Konzern gehörende Bank sowohl unter unter der Börsenschwäche als auch unter der allgemeinen Konjunkturschwäche und verdiente im operativen Geschäft deutlich weniger. Angesichts kräftiger Rückgänge beim Provisions- und Handelsergebnis erzielte das Institut ein um 27 Prozent gesunkenes Betriebsergebnis von 92,9 (Vorjahr: 127,3) Mill. ? Doch steigerte das Institut den Jahresüberschuss durch außerordentliche Erträge aus dem Verkauf des Duisburger Direktbrokers Pulsiv und den Verkauf der Ergo-Aktien. Den Erlös aus dem Ergo-Geschäft bezifferte die Bank mit 52,3 Mill. ?. Nach früheren Angaben erlöste Trinkaus aus dem Pulsiv-Verkauf 6,4 Mill. ?.

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