Mit Klage auf Erfolgsspur
Ullrich kann mit Coast-Millionen rechnen

Rad-Profi Jan Ullrich kann mit einer Millionenzahlung vom Team Coast rechnen. Die Richter ließen am ersten Prozesstag am Mittwoch keinen Zweifel, dass sie die Forderung des Rad-Stars nach ausstehenden Honorar- und Schadenersatzzahlungen gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber für gerechtfertigt halten und schlugen einen Vergleich vor.

HB DUISBURG. Nach dem Vorschlag der 3. Zivilkammer des Landgerichts Duisburg soll Coast mehr als 1,4 Mill. ? an Ullrich zahlen. Demnach soll die hinter Coast stehende Betreibergesellschaft RSM etwa 550 000 ? Honorar berappen und gut 900 000 ? für Verdienstausfälle, die Ullrich nach der Insolvenz des Teams im Frühjahr 2003 entstanden seien. Dies entspricht fast im vollen Umfang Ullrichs Forderungen.

Der Vorsitzende Richter Dirk Struß sagte, dass die Kammer sowohl Ullrichs Kündigung als auch die Honorar- und Schadenersatzforderungen für gerechtfertigt halte. Es bestehe kein Zweifel, dass Coast erhebliche Vertragsverletzungen begangen habe, erklärte Struß. Im Drei-Jahres-Vertrag mit dem Team Coast waren seinerzeit insgesamt fünf Mill. ? Honorar festgeschrieben worden.

Der Anwalt von RSM bezeichnete die Vergleichssumme in einer ersten Reaktion als "zu hoch". Ullrichs Anwalt sprach von einem "erwartungsgemäßen Verhandlungsverlauf", machte die Zustimmung zu einem Vergleich aber vom Nachweis der Zahlungsfähigkeit der Gegenseite abhängig. Beide Parteien haben zwei Wochen Zeit, sich zu dem Vergleichsvorschlag verbindlich zu äußern. Eine Entscheidung des Gerichts soll Ende September fallen.

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