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Mit neuer Kraft in die Woche

Die Wall Street eröffnet freundlich. Sowohl der Dow Jones als auch der Nasdaq Index eröffnen in der Gewinnzone. Mircosoft, Oracle und Qualcomm gehören zu den größten Gewinnern. In der Hoffnung, dass sich das Marktumfeld nun wieder stabilisieren wird, greifen die Anleger heute wieder zu. Für Zuversicht sorgt am Morgen Brokerhaus Lehman Brothers.

Das Brokerhaus stockt den Anteil an Aktie in seinem Portfolio auf. Der Anteil wurde dabei von 60 auf 70 Prozent erhöht. Im Gegenzug wurde der Anteil der Rentenpapiere von 35 auf 30 Prozent reduziert. Bargeldbestände sind nun nicht mehr vorhanden, zuvor lagen sie bei fünf Prozent. Die Aktien seien mittlerweile stark genug gefallen, um die schwachen Gewinnaussichten der Unternehmen zu reflektieren, so Lehman Brothers. "Aktien sind jetzt billig", sagte der Chefstratege Joseph Rooney. Nun werden insbesondere Computerpapiere zum "Übergewichten" empfohlen, nachdem sie vorher nur als "neutral" eingestuft wurden. Bereits Anfang des Monats hat Goldman Sachs seinen Kunden ein verstärktes Aktienengagement empfohlen.

Eine der gefragtesten Aktien ist zum Wochenauftakt der Titel von Alza. Spekulationen, Johnson & Johnson könnte den Hersteller von Spezial- Pharmazeutika übernehmen, sorgen für frischen Wind auf dem Pharmasektor. Der Kaufpreis soll sich auf zwölf Milliarden Dollar belaufen. Die Aktionäre von Johnson & Johnson sehen einer möglichen Übernahme dagegen skeptisch gegenüber. Die Aktie verliert leicht.

Trotz schlechter Nachrichten steigt die Aktie von Bristol Myers. Die US-Gesundheitsbehörde hat die Zulassung eines Präparates zur Behandlung von Darmkrebs abgelehnt. Während die europäischen Behören das Medikament bereits zuließen, verweigerte die US-Behörde bisher die Zulassung.

Während der Pharmasektor in Bewegung kommt, gerät der Chipsektor unter Druck. PMC-Sierra warnt die Anleger vor Handelsbeginn vor enttäuschenden Quartalszahlen und kündigt Entlassungen an. Die wirtschaftliche Entwicklung hat nun auch den letzten großen Chiphersteller in die Knie gezwungen. Stornierte Aufträge und ausbleibende Order belasten die Umsatz- und Gewinnentwicklung. Um Kosten zu sparen, will PMC-Sierra nun 230 und damit 13 Prozent seiner Mitarbeiter entlassen. Neben PMC-Sierra verlieren auch die Konkurrenten Vitesse, Applied Micro Devices und Broadcom an Wert.

Wenn es um den Chipsektor geht, ist der Gedanke an die Computerbranche nicht weit. Die Analysten von Merrill Lynch lassen nicht lange auf sich warten und verpassen diesem Sektor zum Wochenauftakt einen Dämpfer. Die Anleger lassen sich jedoch nicht abschrecken. Vor allem in den USA und Taiwan werde die Nachfrage nach Computern im laufenden Jahr nachlassen. Insgesamt werde das Umsatzwachstum um 2,8 Prozent zurückgehen. Dell und Compaq notieren dennoch im Plus.

Cisco verliert, nachdem sich Cisco-Vorstand John Chambers pessimistisch für das laufende Jahr äußerte. Die Wirtschaft werde auch in den nächsten drei Quartalen mit einer Abkühlung zu kämpfen haben. Im Januar hatte Chambers lediglich von einer zwei Monate andauernden Konjunkturschwäche gesprochen. Im vergangenen Quartal hatte der Komponenten-Hersteller die Analystenprognosen erstmals in sieben Jahren verfehlt.

Spannend bleibt es heute auch bei Micron. Der Hersteller von programmierbaren Chips und Computersystemen wird heute nach Handelsschluss die Geschäftszahlen für das zweite Quartal veröffentlichen. Während Micron vor einem Jahr noch einen Gewinn von 29 Cents pro Aktie erwirtschaften konnte, erwarten die Experten nun einen Verlust von drei Cents pro Aktie.

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