Mit Optionen lassen sich derzeit gute Ergebnisse erzielen
Stillhalter-Strategien für unsichere Börsenzeiten

Die stark ausgeprägte Aktienbaisse hat bereits zahlreiche Opfer gefordert. Viele Anleger stecken vor dem Hintergrund alarmierender Konjunkturnachrichten den Sand in den Kopf. Die Zeiten, in denen vom schnellen Reichtum durch Aktien-Investments geträumt wurde, gehören der Vergangenheit an. Dies ist die Zeit für die strategische Kapitalanlage, die Zeit für Anleger mit Weitblick. In der Baisse wird der Grundstock für den Anlageerfolg in der Hausse gelegt. Auch in einem Baissemarkt lässt sich an der Börse Geld verdienen.

FRANKFURT/M. Der Anleger hat in der gegenwärtigen Phase des Stimmungstiefs die Möglichkeit, sich in aller Ruhe eine "Einkaufsliste" von Aktien zu erstellen, in die er schon immer investieren wollte, die ihm in der Vergangenheit allerdings zu teuer waren. Heute sind Aktien wachstumsstarker Top-Unternehmen der Weltwirtschaft mit Kurs/Gewinn-Verhältnissen von 15 bis 20 zu haben. Als Beispiel nennt Peter Bisani von USCC-Fleet Securities in New York Titel wie IBM, Motorola, Compaq, Hewlett-Packard, Intel, Micron Technology und United Technologies. Diese Aktien könnten die Basis eines soliden Depots bilden.

Als interessant erachtet Bisani zum gegenwärtigen Zeitpunkt "Stillhalter-Strategien" an den Börsen der Welt. Hierbei kann ein Anleger, der 100 IBM-Aktien zu je 100 $ kauft, während der Haltephase der Aktien durch den Verkauf einer Kaufoption Einnahmen generieren. Er verkauft an einer Terminbörse 6monatige Kaufoptionen auf die IBM-Aktie zu je 10 $. Er hat jetzt die Verpflichtung, 100 IBM-Aktien im nächsten halben Jahr zum Preis von 100 $ zu liefern. Hierfür erhält er vom Käufer dieser Kaufoption die Optionsprämie in Höhe von je 10 $. Eine mögliche Aktion bei diesem Geschäft kann nur vom Käufer der Kaufoption ausgehen, der Verkäufer der Kaufoption hat keine Möglichkeit, zu agieren. Er wird daher als "Stillhalter" bezeichnet.

IBM als Beispiel

Liegt die IBM-Aktie in den kommenden sechs Monaten unter dem Basispreis von 100 $ oder nur marginal darüber, so wird der Käufer der Kaufoption kein Interesse haben, von seinem Recht zur Ausübung der Option Gebrauch zu machen. Der Verkäufer der Kaufoption verbucht so die Optionsprämie von je 10 $ als Ertrag in seinem Depot. Er besitzt darüber hinaus weiterhin seine 100 IBM-Aktien.

Fällt die IBM-Aktie auf 90 $, fällt der Wert der an der Börse gehandelten Kaufoption erheblich, so dass der Anleger in diesem Fall auch die Möglichkeit hat, ein neues Geschäft einzugehen und die von ihm verkaufte Kaufoption an der Börse zu z.B. 0,50 $ zurückzukaufen. Hierdurch löst er seine Verpflichtung zur Lieferung der Aktien auf.

Steigt die IBM-Aktie jedoch auf 115 $, so wird der Käufer der Kaufoption von seinem Recht zur Ausübung Gebrauch machen und die Lieferung der Aktien zu 100 $ fordern. In diesem Fall hat der Verkäufer der Kaufoption das Potenzial des Aktienmarktes nicht voll ausgeschöpft. Auf der anderen Seite hat er durch die Vereinnahmung der Optionsprämie eine Halbjahres-Rendite von rund 10 % erzielt, die sich im gegenwärtigen Börsenumfeld durchaus sehen lassen kann.

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