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Mit Punktverlust ins Wochenende

Die amerikanischen Aktienmärkte gerieten zum Wochenschluss noch einmal kräftig unter Druck. Vor allem im Technolgiebereich hielten sich auch noch am Freitag Wachstumsbedenken. Cisco hatte am Dienstag mit enttäuschenden Quartalsdaten und trüben Umsatzprognosen die Sogen geschürt. Neben der Aktie des Netzwerkausstatters notierten auch Oracle, Microsoft und Qualcomm schwächer. Dem Dow Jones Index setzten Kursverluste bei IBM, Wal Mart und SBC Communications zu. Beide Indizes gingen mit Kursverlusten ins Wochenende.

Der Nasdaq Index fiel am Ende der Börsenwoche wieder auf alte Tiefstände zurück. Doch da zeigte er sich nicht allein auf weiter Flur. Ariba und Sun notierten auf ihren 52-Wochentiefständen. Zu den größten Verlierer gehörten am Freitag ebenfalls Dell und Intel. Dell belastete den Index, nachdem bekannt wurde, dass der größte Direktvertreiber von Computern in den Vereinigten Staaten möglicherweise Entlassungen plant. Ashok Kumar, Analyst von US Bancorp Piper Jaffray vermutet, dass Dell rund acht Prozent seiner Belegschaft entlassen will. Nachdem Preissenkungen nicht halfen, die Einnahmen zu steigern, versuche das Unternehmen nun durch Kostensenkungen ein besseres Ergebnis zu erzielen, so der Analyst.



Kursgewinne feierte dagegen Rambus. Dem Unternehmen stehen zusätzliche Einnahmen ins Haus. Toshiba, der zweitgrößte Chiphersteller der Welt, plant die Produktion von Hochgeschwindigkeits-Speicherchips zu verdreifachen. Der Aufbau der Chips beruht auf einem Patent von Rambus. Das Unternehmen darf sich somit über deutlich steigende Einnahmen aus Lizenzgebühren freuen.



Für Freude sorgten dagegen die guten Geschäftszahlen von Network Appliances. Der Anbieter von Speicherlösungen meldete am Donnerstag nach Handelsschluss gute Quartalszahlen. Das Unternehmen konnte die Erwartungen der Analysten um einen Cent übertroffen. Für das kommende Jahr wird ein Umsatzwachstum zwischen 55 und 60 Prozent prognostiziert. Lehman Brothers bestätigt am Freitag die Kaufempfehlung.



Abwärts ging es zum Wochenschluss für Lucent Technologies. Spekulationen über Unregelmäßigkeiten bei der Buchführung belasten das Unternehmen. Die Börsenaufsicht, Securities and Exchange Commission, prüft, ob der weltweit größten Telekomausrüster, unrechtmäßig einen Umsatz von 679 Millionen Dollar verbucht hat, so das Wall Street Journal.



Die Punktverluste des Dow Jones Index begrenzten die Kursgewinne Tabak-, Öl- und Pharmawerte. Die Erholung der Einzelhandelsaktien in den frühen Handelsstunden hielt nicht lang an. Nachdem die Werte von Donnerstag nach der Reduzierung der Gewinnerwartungen bei Gap und Ann Taylor ins Trudeln gerieten, drehte der Sektor kurzzeitig ins Plus, konnte die Kursgewinne aber nicht halten. Wal Mart gehörte zum Börsenschluss zu einem der größten Dow Jones Verlierer.



Ebenfalls unter Druck gerieten die Aktien der Fluglinien. Dem Flugsektor droht das nächste Gewitter. Spekulationen, dass eine neue Streikwelle der Piloten bevorstehe, belasten den Sektor erneut. Bereits in der Vergangenheit hatten Piloten wegen zu langer Arbeitszeiten ihre Arbeit niedergelegt und damit zu Flugverspätungen- und Ausfällen gesorgt und den Sektor neben den steigenden Ölpreisen zusätzlich belastet. Delta, United Airlines und American Airlines notierten in der Verlustzone.

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