"Mit schlimmerem gerechnet"
Dialog Semiconductor verringert Quartalsverlust

Der Halbleiterhersteller Dialog Semiconductor plc. hat im dritten Quartal 2001 seinen operativen Verlust im Vergleich zum Vorquartal deutlich gemindert. Der Vorsteuerverlust (Ebit) habe 4,9 Mill. ? nach minus 14,9 Mill. ? im Vorquartal betragen, teilte das am Neuen Markt und der Nasdaq gelistete Unternehmen am Mittwoch mit.

rtr KIRCHHEIM/TECK-NABERN. Im zweiten Quartal beinhaltete das Ergebnis eine Abschreibung auf Lagerbestände von 10,7 Mill. ?. Der Umsatz sei im dritten Quartal indes auf 20,7 Mill. ? von 25,5 Mill. ? im Vorquartal gesunken, hieß es. Analysten zeigten sich von den Zahlen positiv überrascht.

In den ersten neun Monaten ist der Halbleiterhersteller allerdings bei rückläufigem Umsatz deutlich ins Minus gerutscht. Das Konzernergebnis habe sich nach ungeprüften Zahlen auf minus 12,1 Mill. ? belaufen nach plus 19,1 Mill. im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz sei auf 76,763 Mill. ? von 152,184 Mill. ? zurückgegangen. Der operative Verlust (Ebit) habe 19,3 Mill. ? nach einem positiven Ergebnis von 27,8 Mill. ? in der Vorjahresperiode betragen.

Ingolf Böhle, Analyst bei Delbrück Asset Management, zeigte sich von den Dialog-Zahlen positiv überrascht. "Ich habe mit schlimmerem gerechnet", sagte er. Die Reduzierung der Kosten sei positiv zu bewerten. Allerdings stelle sich nun die Frage, ob bei einem Wiederanspringen der Nachfrage die Kapazitäten schnell genug wieder hochgefahren werden könnten. Auch Karsten Iltgen von der WestLB Panmure beurteilte die Kostenreduzierung positiv. Das operative Ergebnis habe über seinen Erwartungen gelegen. Der Umsatzrückgang sei erwartet worden.

Weitergehende Prognosen schwierig

Bezüglich der weiteren Aussichten äußerten sich beide Analysten optimistisch. Einerseits ziehe die Nachfrage wieder leicht an, andererseits böten die Bemühungen zur Gewinnung japanischer Kunden große Chancen. Im vergangenen Monat hatte Dialog bekannt gegeben, es komme nach der Präsentation einer neuen Generation von Handy-Chips als Lieferant für den japanischen Mobilmarktführer NTT Docomo in Frage. Das vierte Quartal werde für Dialog voraussichtlich deutlich besser verlaufen, fügte Iltgen hinzu.

Weitergehende Prognosen seien angesichts der zahlreichen Unsicherheitsfaktoren schwierig, sagte Böhle weiter. Er sehe aber gute Chancen für Dialog, deren neu entwickelten Handy-Chips leistungsfähiger und gleichzeitig billiger seien.

Die Aktien von Dialog rutschten kurz nach der Eröffnung um knapp 5 % ins Minus, um anschließend deutlich ins Plus zu drehen. Am frühen Nachmittag tendierten die Papiere 11,64 % fester bei 6,81 ?. Der Nemax-All-Share-Index gewann gleichzeitig 1,6 %.

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