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Mit Technologie-Know-how gegen Internet-Kriminalität

rtr MÜNCHEN. Deutsche Internet-Nutzer müssen nach Ansicht des Computer-Experten Andy Müller-Maguhn mehr über Technologie lernen, um sich vor Internet-Kriminalität schützen zu können. "Man sollte die Technologie, von der man sich abhängig macht, grob beherrschen", sagte Müller-Maguhn am Dienstag auf den Medientagen in München. Im Kampf gegen Internet-Kriminalität sei eine "gesellschaftliche Immunität" gefordert, die auf der technischen Kompetenz der Nutzer basiere. Müller-Maguhn ist Sprecher der Hacker-Vereinigung Chaos Computer Club und vor Kurzem in den Vorstand der Internet-Regulierungsbehörde Icann gewählt worden.

Neue Gesetze zur Sicherung des weltweiten Netzes lehnte Müller-Maguhn ab. "Ich halte es für unsinnig, wenn der Staat zu Gesetzen greift, um Computer-Viren zu verbieten", sagte er. Zum einen seien sie wirkungslos, zum anderen würden sich die Nutzer damit möglicherweise in falscher Sicherheit wiegen. "Ich möchte nicht in eine Schein-Sicherheit hineinschliddern, in der geglaubt wird, der Staat habe alles im Griff." Das gelte auch für Websites mit Kinderpornografie und rechtsradikalen Inhalten. "Diese Probleme gibt es im wirklichen Leben", sagte Müller-Maguhn. "Da ist das Internet nur ein Abbild der Wirklichkeit."

Unter Internet-Kriminalität werden Straftaten verstanden, die wie Kreditkarten-Betrug mit Hilfe des Internets verübt werden oder sich wie Hacker-Angriffe auf die Daten-Netze selbst richten. Der weltgrößte Software-Hersteller Microsoft war in den vergangenen Tagen wiederholt Opfer von Hacker-Angriffen geworden.

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