Mit Textilien verstärktes Holz hält Erdbeben stand
Rundes Holz wird unter Druck eckig

Dank seiner typischen Porenstruktur kann Holz bei etwa 150 Grad Celsius verdichtet und damit auch verformt werden, das haben Wissenschaftler an der TU Dresden gezeigt. Ihnen ist es durch Verdichtung gelungen, kreisrunde Baumstämme ohne Verschnitt in Kanthölzer zu verwandeln.

hsn DÜSSELDORF. Seit jeher galt der Werkstoff Holz als nicht verformbar. Doch neuere Forschungen beweisen das Gegenteil. Dank seiner typischen Porenstruktur kann Holz bei etwa 150 Grad Celsius verdichtet und damit auch verformt werden, das haben Wissenschaftler an der TU Dresden gezeigt. Ihnen ist es durch Verdichtung gelungen, kreisrunde Baumstämme ohne Verschnitt in Kanthölzer zu verwandeln.

Inzwischen kann dieser Prozess der Verdichtung auch wieder rückgängig gemacht werden. Dadurch wird Holz noch vielfältiger einsetzbar als bisher. Belastbare Bauträger, die traditionell meist aus Stahl hergestellt wurden, können nun auf Grund der Verdichtungen auch aus Holz produziert werden. Und dabei sei fast jeder gewünschte Querschnitt denkbar, sagen die Forscher.

Mit speziellen textilen Verstärkungen könnte Holz künftig sogar für erdbebengefährdete Regionen interessant werden. So entwickelten die Bauingenieure aus Dresden gemeinsam mit Kollegen des Instituts für Textil- und Bekleidungstechnik spezielle Textilverstärkungen. Diese textilverstärkten leichten Holzbauteile haben in anschließenden Tests, in denen Erdbeben simuliert worden sind, den Einwirkungen besser standgehalten als normale Bauhölzer.

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