Mit Vergiftung von Lebensmitteln gedroht
Erpresser wollte Aktienverluste ausgleichen

Gegen einen 59-jährigen Lebensmittel-Erpresser hat die Staatsanwaltschaft Essen Anklage beim Landgericht erhoben.

HB/dpa ESSEN. Der Kölner habe in den Vernehmungen zugegeben, dass er zwischen Juli und September von Karstadt-Quelle und der Metro in mehreren Schreiben die Zahlung von insgesamt 250 000 Euro gefordert habe, teilte die Staatsanwaltschaft am Dienstag mit. Der Mann drohte dabei mit der Vergiftung von Lebensmitteln. Der Frührentner hatte nach eigenen Angaben seine Alterssicherung bei Aktienspekulationen verloren. Genau diese Summe habe er zurückhaben wollen, sagte er Polizisten.

Der Mann habe im Rhein/Ruhr-Raum und in Bremen in Filialen der Firmen mit handgeschriebenen Zetteln vor dem Verzehr von Produkten gewarnt, so die Staatsanwaltschaft. Diese Zettel habe er zu Gläsern verschiedener Produkte gelegt. Darauf habe beispielsweise der Text «Nicht zum Verzehr geeignet! Aktion Euro- Recycling» gestanden. Bereits einige Tage vor einer geplanten Geldübergabe konnte der Kölner Anfang September ermittelt und gefasst werden. Der Mann war zuvor nicht polizeilich in Erscheinung getreten.

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