Mitarbeiter bekommen Stück vom Kuchen
Bertelsmann arbeitet Gewinnbeteiligung um

Die Bertelsmann AG wird nach 30 Jahren die Gewinnbeteiligung ab 2003 künftig direkt am geschäftlichen Erfolg der jeweiligen Firma der Mitarbeiter bemessen. Das neue Modell soll zunächst in Deutschland erprobt und bei Bewährung international ausgeweitet werden, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Gütersloh mit.

HB/dpa GÜTERSLOH. Das bisherige Modell war an das Ergebnis einer Gewinnbeteiligungsgemeinschaft inländischer Bertelsmann-Unternehmen gebunden, deren Ergebnisse stark voneinander abhingen. Abhängig vom Erfolg ihrer Firma können Mitarbeiter nun bis zu eineinhalb Monatsgehälter extra erzielen, abhängig vom weltweiten Konzernergebnis zusätzlich maximal ein halbes Monatsgehalt. Die Formeln für die Firmengewinnbeteiligung würden in den einzelnen Geschäften individuell zwischen Geschäftsführung und Betriebsräten ausgehandelt, hieß es weiter.

Die Auszahlung der Gewinnbeteiligung werde künftig nicht mehr in Form von Genussscheinen, sondern alternativ als Beitrag zur Altersvorsorge oder in bar vorgenommen. Auf den Börsenhandel der früher ausgegebenen Genussscheine habe es keinen Einfluss. Ausgenommen von dem neuen Beteiligungsmodell sind RTL und Gruner + Jahr, die ihren Mitarbeitern eigene Modelle anbieten. BertelsmannSpringer werde aus dem Konzern ausscheiden und nehme daher ebenfalls nicht an dem neuen Modell teil.

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