Mitarbeiter demonstrieren für besseren Haustarifvertrag
Agfa-Gevaert verzeichnet Umsatzrückgang im ersten Quartal

Agfa-Gevaert NV, Mortsel, hat im ersten Quartal des Jahres einen Umsatzrückgang um 5 % gegenüber dem ersten Quartal des Vorjahres verzeichnet.

vwd ANTWERPEN. Der Hersteller für Photo- und Bildbearbeitungsbedarf äußerte sich jedoch am Dienstag zuversichtlich über die weitere Geschäftsentwicklung, wenngleich sich die Umsatzentwicklung in diesem Jahr schwieriger erweise als im Jahr zuvor. Der Umsatz im Monat März habe in allen Arbeitsgebieten eine deutliche Verbesserung gegenüber den ersten beiden Monaten dieses Jahres verzeichnet, teilte das Unternehmen bei der Jahreshauptversammlung in Antwerpen mit. Die endgültigen konsolidierten Zahlen für das erste Quartal will Agfa am 17. Mai veröffentlichen.

Allerdings sei heute schon deutlich, dass der Umsatzrückgang zu einer Verminderung des EBIT von gut 40 % führen werde. Angesichts der allgemeinen ökonomischen Entwicklung seien die Prognosen für das Gesamtjahr "mit großen Risiken behaftet". Das Unternehmen hält jedoch an seinem Ziel fest, in diesem Jahr das Nettoergebnis zweistellig zu steigern. Am Rande der Hauptversammlung demonstrierten Mitarbeiter von Agfa-Gevaert für einen besseren Haustarifvertrag. Nach Angaben eines Arbeitnehmervertreters versammelten sich ca 150 Demonstranten vor dem Tagungsort. Sie werfen dem Management vor, "kein Ohr" für die Interessen der Arbeiter zu haben.

Konkret fordern sie höhere Löhne und zwei Tage mehr Urlaub sowie die Einstellung von mehr Mitarbeitern. Die zuletzt geführten viertägigen Gespräche bezeichnete ein Arbeitnehmervertreter als "Desaster". Am Rande der Hauptversammlung wollten sich Management und Arbeitnehmer erneut zu Gesprächen treffen. Am Berichtstag blockierten Mitarbeiter von Agfa mehrere Werke der Gruppe in Belgien. Die Geschäftsführung von Agfa bezeichnete dies als "inakzeptabel", zeigte sich jedoch zu weiteren Gesprächen bereit.

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