Mitarbeiter des Eisenbahnbundesamts wurde nach kritischen Worten versetzt
Schwerere Vorwürfe gegen Bahn-Chef Mehdorn

ap MAINZ. Bahnchef Hartmut Mehdorn hat nach einem Bericht des ARD-Magazins "Report" mit einer Intervention beim Eisenbahnbundesamt (EBA) dafür gesorgt, dass ein kritischer Aufsichtsbeamter von seinen Aufgaben entbunden und versetzt wurde. Wie "Report" am Montag in Mainz berichtete, hatte der Sachbereichsleiter in der EBA-Außenstelle Hamburg, Walter Kripgans, in einem öffentlichen Vortrag systematische Verstöße der Bahn bei der Sicherheit angeprangert. Daraufhin habe Mehdorn von EBA-Chef Horst Stuchly gefordert, den Beamten zur Rechenschaft zu ziehen.

Dem Bericht zufolge wurde Kripgans, einer der Chefermittler beim Eisenbahnunglück von Eschede, kurz darauf von seinen Aufgaben entbunden und in die Zentrale des Eisenbahnbundesamtes nach Bonn versetzt. Dieses Vorgehen sei mit dem Bundesverkehrsministerium abgestimmt gewesen. Verkehrsstaatssekretärin Elke Ferner habe der Ablösung des Beamten zugestimmt.

Das Magazin berichtete, Kripgans habe in einem Vortrag vor der Landesfeuerwehrschule Hamburg von skandalösen Zuständen bei der Bahn gesprochen: "Täglich wird gegen Sicherheitsbestimmungen und gegen die anerkannten Regeln der Technik verstoßen." Die Bahn verschleppe die Behebung von Mängeln, die zudem in der Öffentlichkeit vertuscht oder verharmlost würden. Erst am Wochenende hatte das ZDF von Sicherheitsmängeln in den Tunnels der ICE-Strecke Frankfurt-Kassel berichtet. Beitrag sollte am Montagabend um 21.00 Uhr in der ARD ausgestrahlt werden.

201534 nov 00

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