Mitarbeiter will 50 Filialen übernehmen
Photo-Porst-Arbeitsplätze sollen gerettet werden

Nach der Photo-Porst-Pleite will der Insolvenzverwalter mit einer Existenzgründungsoffensive zumindest einen Teil der bedrohten Arbeitsplätze retten.

Hb/dpa SCHWABACH. So plane ein führender Mitarbeiter die Übernahme von 50 der etwa 180 Photo Porst-Filialen, berichtete ein Firmensprecher am Dienstag bei der Eröffnung des Insolvenzverfahrens in Schwabach. Weitere 80 Filialen sollen den bisherigen Filial-Chefs zum Kauf angeboten werden. Die Zukunft der übrigen 50 Filialen sei noch unklar. Das traditionsreiche Foto- Unternehmen hatte Ende Juni Insolvenz beantragt.

Nach Mitteilung von Photo Porst-Marketing-Chef Walter Raab soll mit den Filialen auch ein Teil der Beschäftigten in der Schwabacher Firmenzentrale übernommen werden. Derzeit sei noch nicht entschieden, ob das neue Unternehmen unter das Dach der neuen Photo Porst- Markeninhaber, der Kodak GmbH (Stuttgart) und der Ringfoto GmbH (Fürth), komme oder unter neuem Namen auftreten werde.

80 Filialen sollen den bislang bei Photo Porst angestellten Filialchefs zum Kauf angeboten werden. "Aber auch andere Fotohändler können natürlich Übernahme-Angebote für einzelne Photo Porst-Filialen unterbreiten", sagte Raab. Priorität hätten jedoch die bisherigen Mitarbeiter. Die Zukunft der übrigen unrentablen 50 Geschäftsstellen sei noch unklar.

Bereits Mitte August hatte der Einkaufverbund Ringfoto gemeinsam mit dem Partner Kodak beschlossen, die Franchise-Läden der insolventen Photo Porst-Kette weiterzuführen. Kodak übernahm dabei nach eigenen Angaben die Zuständigkeit für die Laborleistungen. Die Fürther Ringfoto, eine Verbundgruppe von Fotofachhändlern, sei für den Marketing-Auftritt und das Produktgeschäft verantwortlich. Das neue Konzept gilt für die rund 350 Fachgeschäfte und 1 200 Foto- Abgabestellen von Photo Porst, die als Franchise-Betriebe von selbstständigen Unternehmer geführt werden.

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