Mitarbeiter zu hoch eingestuft: Falsche Gehaltsberechnung begründet keine Kündigung

Mitarbeiter zu hoch eingestuft
Falsche Gehaltsberechnung begründet keine Kündigung

Fehlerhafte Gehaltsberechnungen führen nicht automatisch zur fristlosen Kündigung des zuständigen Abteilungsleiters. Das geht aus einem Urteil des Arbeitsgerichts Frankfurt hervor.

HB/dpa FRANKFURT/M. Die Richter gaben der Klage eines Organisationsleiters gegen dessen Arbeitgeber statt und erklärten dessen fristlose Kündigung für gegenstandslos.

Der neue Geschäftsführer des Unternehmens hatte dem Abteilungsleiter vorgeworfen, in 45 Fällen Mitarbeiter in zu hohe Gehaltsstufen eingestuft und damit einen Schaden von 150 000 Euro verursacht zu haben. Nach einer Überprüfung der einzelnen Vorgänge stellten die Richter jedoch fest, dass keiner der Arbeitnehmer offensichtlich falsch eingruppiert wurde. Deshalb könne nicht von einem Untreuevorsatz ausgegangen werden, der eine fristlose Kündigung rechtfertigt hätte, sagte der Gerichtsvorsitzende. Eine möglicherweise vorliegende "fehlerhafte Anwendung des Ermessensspielraumes" aber hätte zunächst abgemahnt werden müssen.

Aktenzeichen: 7 Ca 105/02

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%