Mitarbeiterbindung gewinnt an Bedeutung
Herkules-Aufgaben für Personalchefs

Das tiefste Konjunkturtal scheint die deutsche Wirtschaft erst einmal durchschritten zu haben, da kündigt sich eine neue Herausforderung an das Management an - die Alterswende. Besonders hier zu Lande steht die demographische Welt im wörtlichen Sinne Kopf.

HB DÜSSELDORF. Immer weniger junge Arbeitnehmer stehen immer mehr älteren Kollegen gegenüber. Die Folgen sind schon jetzt spürbar. Auf vielen Facharbeitsmärkten zeichnet sich Knappheit ab. Schon jetzt fehlen Ingenieure, Mathematiker, Fachärzte in Krankenhäusern, Sozialdienstleister, Maschinenbauer oder Elektrotechniker.

Auf die Personalmanager kommen neue Herkules-Aufgaben zu: Aus einem immer kleiner werdenden Rekrutierungspool müssen sie neuen Nachwuchs gewinnen. Zugleich müssen sie die älteren Arbeitnehmer mit ihrer Erfahrung im Betrieb halten und aus dieser Altersmischung ein schlagkräftiges, zukunftsfähiges Team formen. Doch sind die Unternehmen auf diese demographische Wende überhaupt vorbereitet? Haben sie schon entsprechend nachhaltige Rekrutierungsstrategien entwickelt oder die Mitarbeiterbindung forciert? Gibt es eine altersgerechte Arbeits- und Personalpolitik oder fördern Betriebe die lebensbegleitende Kompetenzentwicklung? Die Antwort: Mitnichten. Nur wenige Firmen stellen sich bislang auf diese neuen Aufgaben ein.

So zielen die Rekrutierungsstrategien noch überwiegend auf jüngere Mitarbeiter. Weitestgehend Fehlanzeige in der deutschen Unternehmenslandschaft gibt es bei innovativen Ideen, ältere Mitarbeiter zu suchen und zu finden. Qualifizierung bedeutet im deutschen Unternehmensalltag die Förderung der Mitarbeiter unter 40 Lebensjahren. Bildungsangebote für ältere Mitarbeiter sind Mangelware. Wissen und Qualifikation der älteren Mitarbeiter stagnieren oder veralten.

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