Mitbewerber mit Millionenbeträgen bestochen
ABB-Tochter zu Millionenstrafe verurteilt

Ein Tochterunternehmen des Schweizer Konzerns ABB Asea Brown Boveri muss 63 Millionen Dollar wegen unerlaubter Preisabsprachen bei einem von den USA geförderten Wasserbauprojekt in Ägypten zahlen.

dpa WASHINGTON. Die in Mailand ansässige Firma ABB Middle East & Africa Participations AG (ABB MEA) habe sich vor Gericht schuldig bekannt, teilte das US-Justizministerium in Washington mit. 53 Millionen Dollar sind Strafe und 10 Millionen Dollar Schadensersatz.

Der Fall ist Teil einer Affäre, in die nach Angaben der "New York Times" vom Freitag noch mindestens sechs andere Konzerne der so genannten "Frankfurter Gruppe" verwickelt sind. Dazu gehört auch die deutsche Philipp die laut US-Justizministerium im August vorigen Jahres mit 30 Millionen Dollar Strafgeld belegt wurde. Die US-Firma American International Contractors Inc wurde im September zu 4.2 Millionen Dollar verurteilt.

Die beteiligten Firmen machten nach Angaben unterrichteter Kreise bis zu 60 Prozent Profit. Insgesamt gehe es um ein Dutzend Verträge mit einem Volumen von mehr als einer Milliarde Dollar. Der ABB MEA- Kontrakt war nach Darstellung des US-Justizministeriums etwa 135 Millionen Dollar wert.

Die Vorfälle spielten sich zwischen Juni 1989 und mindestens September 1996 ab. Statt ehrlich zu bieten, hätten die Firmen sich abgesprochen. ABB habe den Wettbewerbern 3,4 Millionen Dollar versprochen, wenn sie keine konkurrenzfähigen Angebote für einen Auftrag der staatlichen US-Behörde für internationale Entwicklung (USAID) vorlegen würden. Das Verfahren lief vor dem US- Bundesbezirksgericht in Birmingham (Alabama).

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