Mitglieder einer Jugendbande
Insgesamt 69 Tote bei Häftlingsrevolte in Honduras

Bei der seit Jahren schwersten Häftlingsrevolte in Honduras sind am Samstag nach Angaben der Regierung 69 Menschen ums Leben gekommen.

HB/dpa TEGUCIGALPA. Wie der Minister für Innere Sicherheit, Oscar Alvarez, am Sonntag mitteilte, handelte es sich bei den Opfern um 61 Mitglieder einer Jugendbande, fünf gewöhnliche Häftlinge und drei Familienangehörige, die zu Besuch in die Hafenstadt La Ceiba rund 350 Kilometer nördlich der Hauptstadt Tegucigalpa gekommen waren. In ersten Rundfunkberichten war von mehr als 80 Opfern die Rede gewesen.

Presseberichten zufolge hatten Mitglieder der Jugendbande Mara 18 in dem Gefängnis andere Gefangene und Wärter angegriffen. In Teilen des Gebäudes brach Feuer aus. Mehr als 100 Polizisten wurden eingesetzt, um die Situation unter Kontrolle zu bringen.

Staatspräsident Ricardo Maduro ordnete am Sonntag eine Untersuchung an. Minister Alvarez bestritt, dass irgendwelchen Häftlingen die Flucht geglückt sein. Die Mara 18 ist eine von zwei großen Jugendbanden, die in Honduras, El Salvador und Guatemala tausende von Mitgliedern zählen. Sie entstanden ursprünglich unter mittelamerikanischen Auswanderern in Los Angeles (US-Staat Kalifornien). Sie werden für ihre hohe kriminelle Energie gefürchtet.

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