Mitgliederrechte sollen gestärkt werden
CDU ringt um neue Parteistruktur

Die CDU will sich angesichts veränderter gesellschaftlicher Realitäten und wechselnder Mehrheiten von einer Volkspartei zu einer "Bürgerpartei" wandeln.

dpa BAD SAAROW. Erste Schritte wurden auf der CDU-Vorstandsklausur am Wochenende in Bad Saarow (Brandenburg) eingeleitet. Dabei scheiterten Pläne von CDU - Generalsekretär Laurenz Meyer, die Macht und den Einfluss von CDU - Gliederungen wie der Frauenunion, der Jungen Union oder des in der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) vereigneten Arbeitnehmerflügels zu beschneiden.

Die CDU und ihr Generalsekretär haben bei der gewünschten Neustrukturierung vor allem soziale Netzwerke im Visier. In solchen Netzwerken sei eine wachsende Zahl sozial engagierter Bürger aktiv, mit denen die CDU stärker als bisher das Gespräch suchen wolle, sagte Meyer. Der Vorstand fasste einen entsprechenden Beschluss, der bis zum Parteitag Anfang Dezember von der Basis diskutiert werden soll.

"Die CDU als Bürgerpartei erhebt den Anspruch und verpflichtet sich dem Ziel, die Lücke zwischen Bürgergesellschaft und Politik wieder zu schließen", heißt es in einem umfangreichen Grundlagenpapier. Die Vereinigungen der CDU-Gliederungen reichten nicht mehr aus, um zu allen gesellschaftlichen Gruppen Brücken zu bauen. Deshalb müssten die Christdemokraten offen auf die sich bildende Bürgergesellschaft ohne feste Wurzeln in politischen Parteien zugehen. Eine Satzungsänderung soll ferner die Mitgliederechte in den Orts-, Bezirks- und Gemeindeverbänden stärken.

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