Mitgliedschaft in Völkergemeinschaft bis 2004 angestrebt
Schweizer Regierung bemüht sich um Beitritt zu EU und Uno

Reuters ZÜRICH. Die Schweiz muss nach Auffassung der Regierung in Bern in den kommenden Jahren sowohl den Vereinten Nationen (Uno) als auch der Europäischen Union (EU) beitreten, wenn sie eine weltpolitisch bedeutendere Rolle spielen will. In einem Außenpolitik-Entwurf des Schweizer Kabinetts für das kommende Jahrzehnt hieß es am Donnerstag, das Land solle sich einen Uno-Beitritt noch vor Ende der laufenden Legislaturperiode im Jahr 2004 zum Ziel setzen.

Beitrittverhandlungen mit der EU sollten in der nächsten Legislaturperiode aufgenommen werden. Globale Fragen könnten nicht mehr von einem einzelnen Staat gelöst werden, hieß es zur Begründung. Die Schweiz müsse daher eng mit anderen Ländern - vor allem ihren europäischen Nachbarn - zusammenarbeiten.

Die Schweiz hat bereits seit längerem erklärt, sie beabsichtige einen EU-Beitritt, bisher jedoch keinen genauen Zeitplan genannt. Noch in der laufenden Legislaturperiode solle über die Auswirkungen eines Beitritts zur Union, etwa in finanz- und wirtschaftspolitischer Hinsicht beraten werden.

Nach Ende des Kalten Krieges hatte sich die Schweiz schrittweise von ihrer strikten Neutralität weg hin zu mehr Zusammenarbeit auf internationaler Ebene bewegt. So beteiligt sich das Land etwa an der Partnerschaft für den Frieden der Nato und hat unbewaffnete Friedenstruppen zu Einsätzen im Kosovo, in Tschetschenien und Mosambik entsandt.

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