Mitropa AG
Zwischenruf: Rückzug auf Raten

ek DÜSSELDORF.Die Mitropa gehört zu den Problemkindern im Konzern der Deutschen Bahn. Ihre Gastronomie in den Zügen schreibt seit Jahren rote Zahlen. Denn die Bedienung der Bahnkunden auf der Schiene ist personalintensiv und erfordert eine aufwändige, sprich: teure, Logistik. Deshalb spart die "Servicetochter", wo sie kann - und sie hat sich beinahe kaputt gespart. Beispielsweise rollen statt der - zugegeben - plüschigen Speisewagen immer mehr verräucherte "Bistros" durch die Lande. Nun aber hofft die Mitropa auf eine schwarze Null - und einen Neubeginn.

Doch der liegt noch im Nebel: Ein neuartiges Bistrokonzept soll selbst in den Top-Zügen die Speisewagen ersetzen - wie es aussehen soll, davon haben bislang weder die Bahn noch Mitropa eine Vorstellung. Gleichwohl wird die neue, ach so sparsame Gastlichkeit auf Schienen der Standard im ICE 3, dem schnellsten Zug der Bahn auf der neuen Strecke Köln - Frankfurt. Argument: Der fährt so schnell, dass ohnehin niemand Zeit hat für eine Mahlzeit im richtigen Speisewagen. Das riecht nach weiterem Rückzug auf Raten: Denn die meisten Züge dieses neuen Typs werden von Stuttgart bis Dortmund fahren - und reichlich Zeit für mehr als ein Bier im Stehen bieten.

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