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Mitsubishi Fuso belastet Daimler-Chrysler mit 400 Millionen Euro

Die Rückrufaktionen der japanischen Tochter Mitsubishi Fuso Truck and Bus Corporation belasten den weltgrößten Nutzfahrzeugbauer Daimler-Chrysler im dritten Quartal mit 400 Mill. Euro.

dpa-afx STUTTGART. Die Rückrufaktionen der japanischen Tochter Mitsubishi Fuso Truck and Bus Corporation belasten den weltgrößten Nutzfahrzeugbauer Daimler-Chrysler im dritten Quartal mit 400 Mill. Euro. Trotz der außerordentlichen Ergebnisbelastung werde der Operating Profit des Geschäftsfeldes in 2004 aber "weiter deutlich über dem Vorjahr erwartet", teilte Daimler-Chrysler am Freitag in Stuttgart mit. 2003 hatte die Nutzfahrzeugsparte einen operativen Gewinn von 855 Mill. Euro eingefahren.

Im zweiten Quartal hatten die Stuttgarter wegen Mitsubishi Fuso bereits 70 Mill. Euro ergebniswirksam zurückgestellt. Daimler-Chrysler hält 65 Prozent an Fuso, der Rest liegt bei Mitsubishi Motors. Fuso hatte insgesamt 525 000 Fahrzeuge in Japan wegen technischer Mängel zurückrufen müssen. Das damalige Mitsubishi-Management hatte zuvor versucht, die Mängel zu vertuschen. Es gab zahlreiche Unfälle, teilweise mit Todesfolge. Mehrere MMC-Manager müssen sich deshalb vor Gericht verantworten.

Die Daimler-Chrysler-Nutzfahrzeuge hatten im ersten Halbjahr den operativen Gewinn dank einer deutlichen Absatzsteigerung um 174 Prozent auf 736 Mill. Euro gesteigert. Insgesamt wurden 310 700 Fahrzeuge abgesetzt (plus 34 Prozent). Enthalten waren darin erstmalig auch die Fuso-Absatzzahlen. Dank der guten Geschäftsentwicklung will die Nutzfahrzeugsparte 2004 rund 4 000 neue Stellen schaffen.

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