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Mitsubishi holt in Europa rund 120.000 Fahrzeuge in die Werkstätten zurück

Der von einem Vertuschungsskandal erschütterte japanische Autobauer Mitsubishi Motors muss allein in Europa vermutlich rund 120.000 Fahrzeuge in die Werkstätten zurückholen.

afp PARIS. Das teilte die europäische Vertretung des Konzerns, der seit März zu einem Drittel vom deutsch-amerikanischen Autobauer DaimlerChrysler kontrolliert wird, am Donnerstag in Paris mit. Bereits im Juli hatte sich der japanische Konzern gezwungen gesehen, mehr als eine halbe Million Fahrzeuge zurückzurufen und nachzubessern. Die Rückholaktion ist Reaktion auf Anschuldigungen, der Konzern habe jahrelang die Beschwerden von Käufern über Mängel geheim gehalten und damit die teuren Rückholaktionen vermieden. Die Kosten für den jetzt laufenden Rückruf werden auf sieben Milliarden Yen (rund 137 Millionen Mark) beziffert.

In Frankreich sind vor allem die Modelle "Galant", "Eclipse", "Colt" und "Lancer" betroffen. Die Fahrgestellnummern seien noch nicht bekannt, teilte das Unternehmen in Paris weiter mit. Die Gründe für den Rückruf seien je nach Modell verschieden, aber in keinem Fall so schwerwiegend, dass die Sicherheit der Fahrer gefährdet sei, hieß es.

Zahlreiche Käufer hatten sich bei Mitsubishi über verschiedene mechanische Mängel beschwert. Nach wochenlangen Nachforschungen des japanischen Verkehrsministeriums hatte das Unternehmen am Dienstag zugegeben, diese Beschwerden den Behörden verheimlicht und nicht die nötigen Rückholaktionen eingeleitet zu haben. Die Regierung in Tokio erwägt nun rechtliche Schritte. Bei einem Prozess droht Mitsubishi nach Angaben des Verkehrsministeriums eine Strafe in Höhe von mehreren Milliarden Dollar. An der Tokioter Börse büßte die Mitsubishi-Aktie erheblich an Wert ein.

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